Flugbegleiter von Lufthansa-Töchtern Eurowings und Germanwings stehen im Oktober 2016 mit Fahnen der Gewerkschaft UFO bei einer Kundgebung vor der Unternehmenszentrale. | Bildquelle: dpa

Bei Lufthansa UFO stimmt für neue Streiks

Stand: 01.11.2019 19:25 Uhr

Bei der Lufthansa könnte es schon bald neue Streiks geben. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO will am Montag die Ausweitung des Arbeitskampfes bekannt geben. Ein Streikplan liegt bisher nicht vor.

Bei der Lufthansa drohen unbefristete Streiks der Flugbegleiter. In Urabstimmungen der Kabinengewerkschaft UFO haben Beschäftigte der Lufthansa-Kernmarke sowie von vier deutschen Tochterbetrieben grundsätzlich für unbefristete Arbeitsniederlegungen votiert. Die Zustimmung habe je nach Betrieb zwischen 77 und 96 Prozent betragen, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Einen genauen Streikplan wollte die Gewerkschaft nicht nennen. Details zum Arbeitskampf hat sie für den Montagmittag angekündigt. Möglich sind sie nun bei Lufthansa, Lufthansa CityLine, Eurowings, Germanwings und SunExpress Deutschland.

In der Dauerauseinandersetzung mit dem Konzern hatte UFO bereits am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei vier Lufthansa-Tochtergesellschaften veranstaltet und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Der letzte reguläre UFO-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015.

Vorstand bestätigt - Neuwahlantrag abgelehnt

Zuvor hatten die UFO-Mitglieder ihren nur noch aus zwei Personen bestehenden Rumpfvorstand im Amt bestätigt. Vor erheblichen innergewerkschaftlichen Querelen hatten dem Gremium sieben Mitglieder angehört. Bei der Versammlung wurde ein Abwahlantrag gegen die UFO-Vorsitzende Sylvia de la Cruz und ihren Stellvertreter Daniel Flohr mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, wie ein Sprecher erklärte.

De la Cruz und Flohr sollen die Spartengewerkschaft bis zur bereits eingeleiteten Neuwahl am 14. Februar 2020 weiterführen. Sie werden aber vom Lufthansa-Konzern nicht als vertretungsberechtigt anerkannt. Das Unternehmen will zudem vor Gericht überprüfen lassen, ob UFO überhaupt noch berechtigt ist, verbindliche Tarifverträge abzuschließen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. November 2019 um 20:00 Uhr.

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