Logo von TikTok auf dem Display eines Smartphones | Bildquelle: dpa

Streit um Video-App Trump verkündet TikTok-Deal

Stand: 20.09.2020 21:11 Uhr

Die angedrohte Verbannung der Video-App TikTok aus den US-App-Stores bleibt vorerst aus. US-Präsident Trump billigte einen Deal mit den Unternehmen Oracle und Walmart und sprach von einer "neuen Firma".

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

Im Hin und Her um die Video-App TikTok scheint sich eine Lösung anzubahnen. US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, er segne grundsätzlich einen Deal ab, bei dem der Software-Konzern Oracle und die Supermarktkette Walmart das Geschäft führen sollen.

Die neue Lösung sehe mehr Sicherheit vor, man nutze separate Cloud-Systeme, sagte Trump. Die neue Firma solle in Texas angesiedelt werden und nach Trumps Aussage 25.000 Mitarbeiter haben. Zudem beinhalte der Deal einen Fünf-Milliarden-Dollar-Fonds für das US-Bildungssystem.  Das US-Handelsministerium teilte mit, die Frist, nach deren Ende man die TikTok-App nicht mehr in den App-Stores herunterladen kann, werde um eine Woche verschoben.

US-Präsident Trump stimmt Einigung zwischen TikTok-Eigentümerin und US-Unternehmen zu
Christiane Meier, ARD New York, 20.09.2020, tagesschau 20:00 Uhr

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Oracle soll Hosting übernehmen

TikTok bestätigte den Deal. In einem Statement heißt es, dass Oracle und Walmart zusammen 20 Prozent an dem Unternehmen halten sollen. Nach Angaben von TikTok soll Oracle für das Hosting aller US-Benutzerdaten und die Sicherung der zugehörigen Computersysteme verantwortlich sein. Mit Walmart arbeite man an einer "kommerziellen Partnerschaft".

Oracle-CEO Safra Catz bestätigte ebenfalls, dass der Konzern zu einem Minderheitsinvestor von TikTok Global werde.  

Die Videoapp TikTok hat in den USA etwa 100 Million Nutzer - viele von ihnen laden Videos von sich selbst hoch, tanzen, machen Comedy oder geben Schminktipps. TikTok ist aber auch politisch. Gerade im Vorwahlkampf teilen Nutzer auch ihre politische Meinung mit. Es finden sich sowohl Fans der Demokraten als auch der Republikaner.

Noch nichts in trockenen Tüchern

Der US-Regierung ist TikTok schon geraume Zeit ein Dorn im Auge. Der chinesischen Betreiberfirma ByteDance wird vorgeworfen, Daten von Usern an chinesische Behörden weiterzugeben. Diese Sicherheitsbedenken haben dazu geführt, dass US-Präsident Trump mehrere Fristen für einen Verkauf von TikTok an ein US-Unternehmen gesetzt hat - sonst müsste die App vom amerikanischen Markt komplett verschwinden.

Auch wenn Trump dem Deal grundsätzlich zustimmt, ist damit noch nichts in trockenen Tüchern. Denn auch die chinesische Regierung redet bei den Verhandlungen mit. Einen Verkauf an den Microsoft-Konzern hatte China abgelehnt.

TikTok hatte in dem Streit versucht rechtlich gegen das Verbot der App in den USA vorzugehen. Im Vorfeld waren die Downloadzahlen für TikTok und die ebenfalls betroffene chinesische Chat-App WeChat in die Höhe geschnellt. Wie die Firma Sensor Tower mitteilte, die die Downloadzahlen misst, erreichte allein WeChat am Freitag Zehntausend Downloads - ein Plus von 150 Prozent gegenüber dem Vortag.

Richterin stoppt Vorgehen der US-Regierung gegen WeChat

Die chinesische Kommunikations-App WeChat wird vorerst für amerikanische Nutzer verfügbar bleiben. Eine Richterin in Kalifornien setzte die Sanktionen der US-Regierung am Sonntag mit einer einstweiligen Verfügung aus. Ursprünglich sollte die App ab Montag aus den Download-Plattformen in den USA verschwinden und auch den Großteil ihrer Funktionalität verlieren.
Die Richterin entschied nach einer Klage von WeChat-Nutzern gegen das Vorgehen der US-Regierung. Einige Millionen Menschen in den USA nutzen WeChat - vor allem um mit Verwandten und Freunden in China in Kontakt zu bleiben.

TikTok bleibt vorerst in den App-Stores
Katharina Wilhelm, ARD Los Angeles
20.09.2020 06:26 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 20. September 2020 um 08:00 Uhr.

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