Euro-Scheine

Bund und Länder Steuereinnahmen im August steigen deutlich

Stand: 21.09.2021 02:02 Uhr

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind auch im August deutlich gestiegen - auch, weil sich die Wirtschaft vermehrt von der Krise erholt. Gleichzeitig lag die Inflationsrate im August mit 3,9 Prozent so hoch wie seit Ende 1993 nicht mehr.

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind auch im August deutlich gestiegen. Sie summierten sich auf 55,7 Milliarden Euro und damit 8,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie aus dem neu veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

In den ersten acht Monaten stiegen die Einnahmen um sieben Prozent binnen Jahresfrist auf fast 463 Milliarden Euro. Dies waren allerdings 1,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019 - und damit vor der Virus-Pandemie.

Die Entwicklung der eher konjunkturabhängigen Steuerarten stehe aber im Einklang mit den zuletzt positiven Trends und Entwicklungen einzelner Wirtschaftsindikatoren, erklärte das Ministerium. Die mit dem Abflauen der Corona-Krise anziehende Konjunktur dürfte sich positiv beim Fiskus niederschlagen. Das Bruttoinlandsprodukt war im Frühjahrs-Quartal um 1,6 Prozent gestiegen.

Wirtschaft erholt sich von Corona-Krise

Wirtschaft und Arbeitsmarkt erholen sich laut Finanzministerium zunehmend von den Folgen der Virus-Krise. Dabei leide die Industrie noch immer unter der globalen Knappheit bei bestimmten Materialien. "Einem raschen Abarbeiten der vollen Auftragsbücher stehen aktuell die coronabedingten Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten entgegen."

Derweil lag die Inflationsrate im August mit 3,9 Prozent so hoch wie seit Ende 1993 nicht mehr. Dies begründete das Ministerium mit Sondereffekten wie der Senkung der Mehrwertsteuer vor einem Jahr. "Für das kommende Jahr ist mit einer Rückkehr zu moderateren Inflationsraten zu rechnen."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. September 2021 um 08:00 Uhr.