Euro-Geldscheine | Bildquelle: a (Weiss)

Staat steht in der Kreide Corona ist schuld am Schuldenberg

Stand: 29.09.2020 09:08 Uhr

Corona treibt die Schulden in die Höhe: Der öffentliche Gesamthaushalt steht mit mehr als zwei Billionen Euro in der Kreide. Laut Statistischem Bundesamt ein Rekordwert.

Der Schuldenstand in Deutschland ist wegen der Corona-Krise auf Rekordhoch. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte nach dem ersten Halbjahr mit 2,1089 Billionen Euro verschuldet. Das entspricht einem Anstieg um 11,1 Prozent beziehungsweise 210,1 Milliarden Euro.

Bisheriger Höchststand Ende 2012

Den Wiesbadener Statistikern zufolge ist das der höchste jemals ermittelte Stand in der Schuldenstatistik. Der bisherige Höchststand war am 31. Dezember 2012 mit 2,0683 Billionen Euro gemessen worden. Allerdings weist die Behörde darauf hin, dass sich das Erhebungsverfahren seit 2010 geänderte habe.

Besonders der Bund ist verschuldet

"Der Anstieg ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen", erklärte das Bundesamt. Am stärksten stieg die Verschuldung des Bundes, und zwar um 13,7 Prozent oder 163,0 Milliarden Euro auf 1,3515 Billionen Euro.

Die Verbindlichkeiten der Länder erhöhten sich um 8,0 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Kommunen erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 132,4 Milliarden Euro. Lediglich die Sozialversicherung konnte ihren Schuldenberg um 8,8 Prozent auf 52 Millionen Euro reduzieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. September 2020 um 09:00 Uhr.

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