Sony präsentiert auf der CES ein Elektroauto | Bildquelle: AFP

E-Auto auf CES präsentiert Sony ist jetzt auch Autobauer

Stand: 07.01.2020 07:51 Uhr

Sonys Kerngeschäft ist die Unterhaltungselektronik. Doch auch im Bereich Mobilität will der japanische Konzern mitmischen. Bei der Technikmesse CES überraschte Sony mit einem eigenen E-Auto. Und Toyota wird Städtebauer.

Der japanische Elektronikkonzern Sony wird nun auch Autobauer. Mit der Ankündigung, ein eigenes Elektrofahrzeug auf den Markt bringen zu wollen, sorgte Konzernchef Kenichiro Yoshida bei der Technikmesse CES in Las Vegas für eine Überraschung.

"Vision-S" nennt Sony seinen Beitrag für die Zukunft der Mobilität. Der Prototyp solle demonstrieren, welche Möglichkeiten in den technischen Entwicklungen aus dem Hause Sony steckten, sagte Yoshida bei der kurzen Präsentation. Dazu zählten spezielle Software, Sensor- und Sicherheitstechnik ebenso wie ein komplettes Entertainmentsystem.

Sony-Chef Yoshida präsentiert ein Elektrofahrzeug | Bildquelle: AFP
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Bleibt es beim Prototypen? Sony-Chef Yoshida bei der Präsentation des "Vision-S".

Bosch ist Partner

Seinen Angaben zufolge entwickelte Sony den Wagen zusammen mit einer ganzen Reihe von Partnern - allen voran Magna Steyr aus Österreich, aber auch den drei großen deutschen Zulieferern Bosch, Continental und ZF. Was Sony auf lange Sicht mit diesem und möglichen weiteren Fahrzeugen plant, verriet Yoshida nicht. Die eigens neu entwickelte Elektro-Plattform sei aber geeignet, auch andere Fahrzeugtypen wie etwa SUVs anzutreiben.

Experten hatten schon lange damit gerechnet, dass mit dem Vormarsch von Elektrofahrzeugen auch Elektronik-Konzerne in das Autogeschäft einsteigen. Das wurde aber vor allem von Apple erwartet - der iPhone-Konzern stutzte aber sein jahrelanges Entwicklungsprogramm und konzentriert sich aktuell auf Roboterwagen-Technologie.

Die Trends von der CES
Morgenmagazin, 08.01.2020, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

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Toyota plant Stadt der Zukunft

Sich nur auf neue Antriebstechnologien zu konzentrieren, reicht Toyota nicht. Der japanische Autobauer plant den Bau einer ganzen Stadt, um Technologien wie das autonome Fahren verstärkt in realen Umgebungen zu testen.

Dafür soll das Gelände einer stillgelegten Fabrik des Autobauers in der Nähe des Bergs Fuji umgebaut werden, wie Firmenchef Akio Toyoda ankündigte. In der "Woven City", der "Verflochtenen Stadt", sollten zunächst rund 2000 Menschen leben - unter anderem Toyota-Mitarbeiter mit ihren Familien, Ruheständler und Forscher. Die Grundsteinlegung sei für kommendes Jahr geplant.

Toyota-Chef Toyoda und Architekt Ingels präsentieren auf der CES ihre Vision von einer Stadt der Zukunft. | Bildquelle: dpa
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Toyota-Chef Toyoda und Architekt Ingels präsentierten ihre Vision der Stadt der Zukunft.

Das Gelände hat den Angaben zufolge eine Fläche von gut 70 Hektar. Als Stadtplaner wurde der dänische Star-Architekt Bjarke Ingels engagiert. Ein großer Teil der Infrastruktur - zum Beispiel Brennstoffzellen-Anlagen für die Energiegewinnung - werde unter die Erde verlegt.

Mehrzweckfahrzeuge zum Transport und zum Arbeiten

Eine zentrale Rolle in dem Konzept spielen Toyotas autonome Mehrzweckfahrzeuge, die zum Transport von Menschen, aber auch als mobile Geschäfte oder Büros eingesetzt werden können. Die kastenförmigen Wagen mit dem Namen e-Palette hatte der Konzern vor zwei Jahren in Las Vegas vorgestellt.

"Hat dieser Mann den Verstand verloren?"

Für ihn sei der Aufbau einer Zukunftsstadt ein Lebenstraum, sagte der 63 Jahre alte Konzernchef Toyoda. Er sehe ein, dass es Skeptiker geben werde: "Hat dieser Mann den Verstand verloren? Hält er sich für eine Art japanischen Willy Wonka?", scherzte Toyoda in Anspielung auf die Figur aus "Charlie und die Schokoladenfabrik". Er sei aber überzeugt, dass alle von dem Plan profitieren würden, weil man das Zusammenspiel verschiedener Technologien an einem Ort erforschen könne.

Toyota ist nicht der erste Konzern, der den Aufbau einer Stadt-Infrastruktur versucht. Google kündigte bereits 2017 ein ähnliches Projekt in der kanadischen Metropole Toronto an, allerdings nur auf einer Fläche von knapp fünf Hektar.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Januar 2020 um 08:41 Uhr.

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