Bauarbeiter stehen auf einem Baugerüst. | Bildquelle: dpa

Baubranche Mehr Strafverfahren gegen Schwarzarbeiter

Stand: 08.03.2020 09:01 Uhr

In der Baubranche wird einem Medienbericht zufolge immer häufiger Schwarzarbeit aufgedeckt. Laut Statistiken des Bundesfinanzministerium erhöhte sich die Zahl der Strafverfahren im Jahr 2019 um 20 Prozent.

Die Behörden haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung in der Baubranche aufgedeckt. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums berichteten, stieg die Anzahl der Strafverfahren wegen dieser Vergehen im Jahr 2019 auf 10.654 Fälle. Das sind rund 20 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Feiger: Sanktionen verschärfen

Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten, beispielsweise nicht gezahlte Mindestlöhne, stieg um 3,9 Prozent auf 6.522 Verfahren an. Die Schadenssumme aufgrund der Ordnungswidrigkeiten belief sich 2019 auf 19,96 Millionen Euro, an Bußgeldern wurden 15,52 Millionen Euro verhängt.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert, noch härter gegen Kriminalität beim Bau vorzugehen. "Das Sanktionsmaß müsste deutlich geschärft werden", sagte Robert Feiger, Vorsitzender der IG BAU, den Funke-Zeitungen.

Rückläufig waren die Summe des entstandenen Schadens aufgrund hinterzogener Steuern und nicht gezahlter Sozialabgaben. Diese lag dem Bericht zufolge 2019 mit 364 Millionen Euro 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ist eine Sonderheit beim Zoll zuständig, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Mitte vergangenen Jahres hatten Bundestag und Bundesrat beschlossen, dass sie mehr Personal und Befugnisse bekommt. Der Zoll untersteht dem Bundesfinanzministerium.

Über dieses Thema berichteten am 08. März 2020 tagesschau24 um 09:00 Uhr und die tagesschau um 09:59 Uhr.

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