Anzeigetafel am Flughafen von Oslo | Bildquelle: dpa

Pilotenstreik SAS streicht weitere 1200 Flüge

Stand: 28.04.2019 23:57 Uhr

Auch heute und am Dienstag müssen SAS-Passagiere mit massiven Problemen rechnen: Die Fluggesellschaft sagt mehr als 1200 Verbindungen ab. Eine Lösung im Tarifkonflikt zeichnet sich nicht ab.

Der Pilotenstreik bei der skandinavischen Fluggesellschaft SAS wird auch heute und am Dienstag zu starken Beeinträchtigungen für Reisende führen. Mehr als 1200 Flüge müssten an beiden Tagen gestrichen werden, teilte SAS mit. Betroffen seien weitere 110.000 Reisende.

Vor allem skandinavische Länder betroffen

Mehr als 1400 Piloten der Fluggesellschaft befinden sich seit Freitag im Streik. Am Wochenende hatte SAS rund 900 Flüge gestrichen, sowohl Inlandsflüge als auch europäische Verbindungen und Langstreckenflüge mit rund 98.000 Passagieren. "Wir bedauern außerordentlich, dass unsere Kunden von den fortgesetzten Streiks betroffen sind", teilte SAS heute mit.

Bereits am Freitag waren nach Angaben der SAS 72.000 Passagiere von dem Streik betroffen gewesen, 673 Flüge fielen aus. Auch Verbindungen nach Deutschland wurden annuliert: Gestrichen wurden SAS-Flüge von Kopenhagen nach Hamburg, Frankfurt und München, von Stockholm nach Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf sowie von Oslo nach München und Berlin.

Keine Einigung im Tarifstreit

Die Piloten fordern 13 Prozent mehr Lohn und mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag. SAS hatte 2012 kurz vor dem Konkurs gestanden und die Gehälter vieler Mitarbeiter gesenkt. Eine Lösung im Tarifkonflikt zeichnet sich bisher nicht ab. Gespräche mit den SAS-Gewerkschaften, die rund 1500 Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark vertreten, waren abgebrochen worden.

Streiks bei Airline SAS
Udo Schmidt, ARD Stockholm
28.04.2019 18:05 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. April 2019 um 16:00 Uhr.

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