Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer | Bildquelle: AFP

Pfizer senkt Jahresziel Lieferketten-Probleme beim Impfstoff

Stand: 04.12.2020 08:48 Uhr

Pfizer und Biontech hofften lange, noch in diesem Jahr 100 Millionen Dosen ihres Corona-Impfstoffs ausliefern zu können. Doch es werden nur halb so viele. Grund sind Verzögerungen beim Ausbau der Lieferkette.

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat Probleme mit der Lieferkette für das vor einigen Wochen gekappte Auslieferungsziel für seinen Coronavirus-Impfstoff verantwortlich gemacht, der gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelt wurde. Das Hochfahren der Belieferung mit den Grundstoffen habe länger gedauert als erwartet, sagte eine Unternehmenssprecherin dem "Wall Street Journal".

Deshalb sei das Auslieferungsziel für dieses Jahr auf 50 Millionen Impfdosen halbiert worden. Ein weiterer Grund sei gewesen, dass Ergebnisse einer klinischen Studie später als erwartet vorgelegen hätten. Die Modifikationen an den Produktionsverfahren seien inzwischen abgeschlossen und die Impfdosen könnten schnell hergestellt werden.

Axel John, SWR, zur Aufregung um die Reduzierung der Impfstoffmenge von Pfizer und Biontech
tagesschau 14:00 Uhr, 04.12.2020

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Pfizer wollte 100 Millionen Impfdosen ausliefern

Laut Zeitung hatten einige frühere Chargen der Ausgangsstoffe nicht den erforderlichen Standards entsprochen. Dies habe zu den Verzögerungen bei der Produktion geführt, hieß es unter Berufung auf einen Insider, der an der Entwicklung des Impfstoffes beteiligt sei. Pfizer hatte zunächst 100 Millionen Impfdosen für dieses Jahr angepeilt. Vor einigen Wochen wurde die Zielmarke dann aber auf 50 Millionen Dosen halbiert.

Dieses neue Ziel hatten Pfizer und Biontech auch bei der Meldung über ihren Erfolg in der entscheidenden Impfstoff-Studie Mitte November bekräftigt. Da pro Impfung zwei Dosen benötigt werden, wäre das genug für 25 Millionen Menschen. Der Impfstoff schützt Studienangaben zufolge mit einer Effizienz von 95 Prozent gegen die Krankheit Covid-19.

Großbritannien hatte am Mittwoch als weltweit erstes Land den Impfstoff zugelassen. In Kürze soll das Vakzin im Vereinigten Königreich verfügbar sein und dann auch mit Impfungen begonnen werden. Zu Wochenbeginn hatten Pfizer und Biontech auch in der Europäischen Union einen Zulassungsantrag eingereicht.

Moderna will zunächst bis zu 125 Millionen Dosen ausliefern

Das Konkurrenzunternehmen Moderna will von seinem Corona-Impfstoff im ersten Quartal des kommenden Jahres 100 bis 125 Millionen Dosen produzieren. Der Großteil davon ist für die USA bestimmt, wie die US-Firma mitteilte. Zwischen 85 und 100 Millionen Impfdosen sind demnach für US-Bürger vorgesehen. Bereits bis zum Ende dieses Jahres will Moderna nach eigenen Angaben 20 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs herstellen.

Das Pharmaunternehmen hatte am Montag die Notfallzulassung seines Impfstoff-Kandidaten in den USA und Europa beantragt. Die EU-Kommission hat mit Moderna vereinbart, dass bei einer Zulassung zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden und weitere 80 Millionen, "wenn die Notwendigkeit besteht". Klinische Studien bescheinigen dem Moderna-Impfstoff eine Wirksamkeit von über 94 Prozent.

Weitere Firmen arbeiten an Impfstoff

Neben Moderna und Pfizer/Biontech arbeiten auch mehrere andere Pharmafirmen in fortgeschrittenem Stadium an Corona-Impfstoffen, darunter Johnson&Johnson, Astrazeneca und Sanofi-GSK. Länder wie Russland, China und kürzlich erst Bahrain haben bereits Impfstoffe mit Einschränkungen freigegeben und impfen damit schon Teile der Bevölkerung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Dezember 2020 um 08:00 Uhr.

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