Einweg-Kaffeebecher stapeln sich an einem Gehweg in Berlin. | Bildquelle: dpa

Pläne für Müllvermeidung Wenn der Einwegbecher 20 Cent kostet

Stand: 21.05.2019 13:11 Uhr

Kaffee kaufen, trinken, Becher wegwerfen. So verbraucht jeder Deutsche jährlich 34 Becher, insgesamt kommen 2,8 Milliarden Becher zusammen. Um das zu ändern fordert das Umweltbundesamt: Pfand und Strafsteuer.

Pfand auf Einwegbecher - diesen Vorschlag präsentiert das Umweltbundesamt und zieht damit Konsequenzen aus einer Studie. Jedes Jahr fallen in Deutschland der Untersuchung zufolge 28.000 Tonnen Abfall durch Einwegbecher an. Pro Jahr nutzt jeder Bürger 34 Becher, so das Ergebnis der Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Um die Menge an Müll zu reduzieren, schlagen die Studienautoren unter anderem eine Zwangssteuer auf die Becher vor sowie den Aufbau von Pfandsystemen.

Bundesumweltamt fordert Pfandsystem für Einwegbecher
tagesschau 16:00 Uhr, 21.05.2019, Volker Schwenck, ARD Berlin

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Es gibt ganz konkrete Vorschläge, wie das Pfand aussehen könnte: So sollen die Becher mit 20 Cent Strafsteuer belegt werden, die dazugehörigen Deckel mit weiteren zehn Cent. Durch diese Abgabe sollen Cafés und Kunden für die Entsorgung der Becher und die Reinigung der Umwelt beitragen. Zusätzlich sollen die Einwegbecher noch mit einem Zwangspfand von 25 Cent belegt werden, um zu vermeiden, dass sie einfach achtlos in die Umwelt geworfen werden.

50 Prozent Einweg sparen

Die Autoren schlagen außerdem ein nationales Reduktionsziel der Einwegbecher von 50 Prozent innerhalb von zwei bis drei Jahren vor. Diese Zeit sollte nach Ansicht der UBA-Forscher genügen, um ein flächendeckendes Mehrwegsystem aufzubauen.

Im Gegenzug soll Kaffee im Mehrwegbecher günstiger verkauft werden. In vielen Cafés werde das schon praktiziert. Ziel ist, dass Pfandbecher zur Regel, Einwegbecher zur Ausnahme werden. Dafür müsste das Gastronomiepersonal entsprechend geschult werden. Die Becher sollten außerdem mit dem Umweltsiegel "Blauer Engel" gekennzeichnet werden, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Grafik Einweg-Kaffeebecher
galerie

Jede Menge Müll kommt durch Einwegbecher zusammen.

Mehrweg wirklich dauerhaft nutzen

Damit das System wirklich ökologisch sinnvoll ist, müssen Mehrweggefäße möglichst häufig verwendet werden. So berechneten die Forscher des UBA, dass ein Pfandbecher nur dann Sinn ergebe, wenn er mindestens zehnmal, am besten sogar mehr als 25 Mal in Umlauf kommt. Außerem sollten die Becher nicht mit Einweg-Plastikdeckeln versehen werden, da das die Ökobilanz wieder zunichte mache. Schließlich sollten Spülmaschinen zur Reinigung der Becher nur mit Ökostrom betrieben werden.

Michael Latz, NDR, mit Details der Studie zur Reduzierung von Einweg-Bechern
tagesschau24 11:00 Uhr, 21.05.2019

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Regierung plant Entscheidungen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will die Hersteller der Einwegbecher zur Kasse bitten. Es gehe darum, Einwegverpackungen soweit wie möglich zurückzudrängen. "Die Kosten können stärker auf die zugespitzt werden, die dies verursachen." Sie kündigte rasche Entscheidungen der Bundesregierung an. Neue EU-Richtlinien gegen Einwegverpackungen gäben den nationalen Regierungen nun neuen Spielraum. Eine Trendwende sei nötig, da auf jeden Deutschen im Jahr allein 220 Kilogramm Verpackungsmüll entfielen. "Es hat sich eine Wegwerfmentalität breitgemacht", beklagte die SPD-Politikerin.

Umweltministerin will Kaffee-Einwegbecher zurückdrängen
A. Krämer, ARD Berlin
21.05.2019 17:24 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Mai 2019 um 12:00 Uhr.

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