Der bei einem Verkehrsunfall verstorbene Mario Ohoven | dpa

Autounfall in Düsseldorf Mittelstandspräsident Ohoven gestorben

Stand: 02.11.2020 16:08 Uhr

Mittelstandspräsident Mario Ohoven ist bei einem Unfall gestorben. Der gebürtige Neusser leitete seit mehr als 20 Jahren einen der größten deutschen Unternehmensverbände.

Von Peter Hild

Ohoven war am Samstagmittag auf der A44 bei Düsseldorf unterwegs, als er aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Der prallte gegen einen Brückensockel und wurde in eine Böschung geschleudert. Der 74-jährige Ohoven wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und starb trotz Notarzteinsatz noch an der Unfallstelle.

Ohoven in Wirtschaftskreisen geschätzt

In Wirtschaftskreisen wurde Ohoven geschätzt und anerkannt. Seit mehr als 20 Jahren war er Präsident des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) würdigte Ohoven in einer Mitteilung bei Twitter.

Berater und gefragter Talkshowgast

Der gebürtige Neusser Ohoven beriet zahlreiche Unternehmen im Banken- und Medienbereich und war gefragter Gast in Talkshows oder auf Symposien. Sein Verband teilte mit, Ohoven habe ihn in seiner Amtszeit zum führenden Mittelstandsverband in Deutschland geformt, mit 60 eigenen Auslandsbüros.

Seit Ende der 1990er-Jahre setzte sich Ohoven für eine stärkere Verknüpfung von Schule und Wirtschaft ein. Auf seine Initiative hin besuchten etwa zahlreiche mittelständische Firmenchefs Schulen, um den jungen Menschen das Unternehmertum näher zu bringen.

Frau als Charity-Lady bekannt

Seine Frau Ute Ohoven ist der breiteren Öffentlichkeit als Organisatorin zahlreiche Charity-Events bekannt. Ohoven hinterlässt neben seiner Frau zwei erwachsene Kinder.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. November 2020 um 20:00 Uhr.