In der Gewerkschaft UFO organisierte Lufthansa-Mitarbeiter streiken (Archivbild) | Bildquelle: dpa

UFO kündigt an Neue Streiks bei der Lufthansa

Stand: 04.11.2019 14:49 Uhr

Zuletzt waren die Lufthansa-Töchter das Ziel, nun trifft es die Kerngesellschaft: Die Gewerkschaft UFO hat die Flugbegleiter für Donnerstag und Freitag zum Ausstand aufgerufen. Betroffen seien alle Deutschland-Abflüge.

Passagiere der Lufthansa müssen zum Ende dieser Woche wieder mit Streiks der Flugbegleiter rechnen. Die Gewerkschaft UFO hat zu einem 48-Stunden-Ausstand bei der Lufthansa-Kerngesellschaft am Donnerstag und Freitag (7. und 8. November) aufgerufen. Betroffen seien alle Abflüge aus Deutschland, teilte die Gewerkschaft in Frankfurt mit.

Gewerkschaft UFO kündigt 48-stündigen Streik bei der Lufthansa an
tagesschau 20:00 Uhr, 04.11.2019, Uli Meerkamm, HR

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Weitere Aufrufe bei anderen deutschen Flugbetrieben des Konzerns seien jederzeit möglich, hieß es weiter. Erneut werde der gesamte Konzern betroffen sein, kündigte der UFO-Vize Daniel Flohr an. Grundsätzlich sind Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft ebenso möglich wie bei vier weiteren Flugbetrieben mit deutschem Tarifrecht. Die Töchter sind für die Lufthansa selbst, die Eurowings und die SunExpress unterwegs.

Lufthansa will Streik juristisch verhindern

Die Lufthansa will die Arbeitsniederlegungen mit juristischen Mitteln stoppen. Man verurteile den "massiven" Aufruf der Gewerkschaft auf das Schärfste und prüfe rechtliche Schritte dagegen, erklärte ein Unternehmenssprecher. Gleichzeitig werde mit Hochdruck an einem Ersatzflugplan gearbeitet.

In der Tarifauseinandersetzung hatte UFO zuletzt am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei vier Lufthansa-Tochtergesellschaften ausgetragen und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen.

UFO stellt für die fünf verschiedenen Flugbetriebe unter dem Lufthansa-Dach jeweils separate Tarifforderungen. Die Gewerkschaft ließ sich mögliche Streiks durch Urabstimmungen unter den Mitgliedern absegnen.

Unstimmigkeiten bei UFO

Die Lufthansa erkennt den am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnt Verhandlungen mit der UFO seit Monaten ab. Die DGB-Gewerkschaft ver.di stünde als Alternative zu Verfügung, hatte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten hinter sich.

Zwischen den UFO-Verantwortlichen hatte es zuletzt erhebliche Querelen gegeben. Nach gegenseitigen Untreue-Vorwürfen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen blieben von einst sieben Vorständen nur noch die Vorsitzende Sylvia de la Cruz und ihr Stellvertreter Flohr übrig. Die Neuwahl der Gewerkschaftsspitze soll zum 14. Februar stattfinden. Der langjährige UFO-Chef Nicoley Baublies fungiert nach seiner Entlassung aus Lufthansa-Diensten als Pressesprecher der Gewerkschaft.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. November 2019 um 14:15 Uhr.

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