Flugzeuge auf der Pariser Luftfahrtmesse. | Bildquelle: AP

Pariser Luftfahrtmesse Großaufträge und Neuheiten

Stand: 19.06.2017 15:24 Uhr

Auf der Pariser Luftfahrtmesse in Le Bourget bemühen sich der europäische Flugzeugbauer Airbus und sein amerikanischer Erzrivale Boeing traditionell um Neubestellungen für ihre Passagierjets. Beide haben auch Neuerungen mitgebracht.

Im harten Konkurrenzkampf mit Airbus will der US-Flugzeugbauer Boeing mit einem Mittelstreckenjet punkten. Das Flugzeug mit dem Namen 737-MAX-10 soll dank eines verlängerten Rumpfs bis zu 230 Passagiere und damit zehn Menschen mehr als die Vorgängerversion fassen, kündigte Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg zum Start der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris an.

Der Jet soll gegen den Airbus-Verkaufsschlager A321neo antreten, der bis zu 240 Menschen Platz bietet. Bereits am Sonntag hatte Airbus mit einer Überarbeitung des weltgrößten Passagierjets A380 überrascht. Nun können die Messebesucher selbst begutachten, wie der A380plus mit riesigen abgeknickten Flügelenden aussehen soll. Der Hersteller hat eine herkömmliche A380 mit Attrappen dieser sogenannten Winglets ausgestattet, die mit 4,70 Meter rund dreimal so hoch sind wie bisherige Konstruktionen dieser Art.

A380plus könnte 2020 starten

Der erste A380plus könnte im Jahr 2020 in den Liniendienst gehen, sagte A380-Marketingchef Frank Vermeire. Airbus will den Flieger aber nur aufmotzen, falls es Bestellungen dafür gibt. Die verbesserte Aerodynamik soll vier Prozent beim Kerosinverbrauch gegenüber der ersten A380-Version einsparen. Veränderungen im Innenraum schaffen Platz für 80 zusätzliche Fluggäste.

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52. Pariser Luftfahrtmesse in Le Bourget

Blick auf die Luftfahrtmesse in Le Bourget

Im französischen Le Bourget hat die 52. Pariser Luftfahrtmesse begonnen. | Bildquelle: AFP

Insgesamt sollen die Betriebskosten je Sitzplatz damit um 13 Prozent sinken. Airbus kämpft seit Jahren um neue Bestellungen für das Modell A380 und fuhr die Produktion bereits um mehr als die Hälfte auf nur noch zwölf Maschinen pro Jahr zurück.

Internationale Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget
tagesschau 16:00 Uhr, 20.06.2017, Caroline Imlau, ARD Paris

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Erste Großaufträge für Airbus und Boeing

Die Hersteller Airbus und Boeing hatten in den vergangenen beiden Jahren einen Rückgang an Aufträgen verzeichnet. Zum Messestart konnten beide Unternehmen jedoch erste Großaufträge verkünden: Der Flugzeugfinanzierer des US-Konzerns General Electric, Gecas, bestellte bei Airbus 100 Mittelstreckenjets aus der A320neo-Modellfamilie im Gesamtwert von etwa 10,8 Milliarden US-Dollar (9,6 Mrd. Euro) laut Preisliste. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Preisnachlässe üblich.

Boeing holte vor allem von Flugzeugfinanzierern Großaufträge herein. Für die neue 737-MAX-10 meldeten die Amerikaner mehr als 240 Aufträge und Vorverträge. Einige Kunden orderten diese Maschinen allerdings nicht zusätzlich, sondern widmeten bestehende Aufträge um, die bisher für kleinere Versionen galten. Der US-Konzern hatte seinen im Grundsatz seit den 1960er-Jahren gebauten 737-Mittelstreckenjets mit der 737 MAX gerade eine Neuauflage mit gezügeltem Kerosindurst spendiert - ähnlich wie Airbus mit seiner A320neo-Modellfamilie.

Macron landet im A400M-Militärtransporter

Die weltgrößte Luftfahrtmesse dauert noch bis kommenden Sonntag. Vertreten sind Hersteller aus Luftfahrt, Rüstung und Raumfahrt samt ihren Zulieferern aus aller Welt. Zum Auftakt landete Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an Bord eines A400M-Militärtransporters auf dem Messegelände. Nach vier Fachbesuchertagen ist die Luftfahrtschau von Freitag bis Sonntag auch für die breite Öffentlichkeit geöffnet. Die letzte Paris Air Show vor zwei Jahren hatte mehr als 351.000 Besucher angelockt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Juni 2017 um 11:40 Uhr.

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