Ein LAN-Kabel | Bildquelle: dpa

Breitbandausbau Jedem dritten Gewerbegebiet fehlt schnelles Netz

Stand: 05.07.2019 08:36 Uhr

35 Prozent der Gewerbegebiete in Deutschland haben nach einem Bericht keinen Zugang zu schnellem Internet. Besonders betroffen sind Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Gut sieht es dagegen in den Stadtstaaten aus.

Rund ein Drittel der Gewerbegebiete in Deutschland hat keinen Anschluss an schnelles Internet. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor, schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Demnach gelten von bundesweit 62.074 Gewerbegebieten 21.745 und damit 35 Prozent als unterversorgt. Die maximale Internetgeschwindigkeit ist hier schlechter als 50 Mbit/s.

Silhouette einer Hand, die auf einen Laptop zeigt. | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Nicht alle haben Anschluss an das schnelle Internet: 35 Prozent der Gewerbegebiete gelten dem Bericht zufolge als unterversorgt.

Der Auflistung des Ministeriums zufolge ist die digitale Versorgung in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern besonders verheerend. Dort gelten 57 Prozent der Gewerbegebiete als unterversorgt. Am besten ist die Versorgungslage in den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

FDP für Neuordnung des Breitbandausbaus

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Daniela Kluckert sprach sich für eine Neuordnung des Breitband-Ausbaus aus. Das milliardenschwere Förderprogramm der Bundesregierung "fruchtet erkennbar nicht", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Stattdessen sollten sich Unternehmen auf sogenannte Gigabit-Gutscheine bewerben, für die der Staat dann die Kosten zahle. So würde gezielt dort schneller ausgebaut, wo der Bedarf höher sei. 

DIHK: Lücke schnellstmöglich schließen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnte in der Zeitung vor den Folgen für die deutsche Volkswirtschaft.  Durch den stockenden Breitbandausbau drohe "der Innovationsstandort Deutschland im internationalen Vergleich zurückzufallen", erklärte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Für die Betriebe sei die digitale Unterversorgung ein "Innovationshemmnis ersten Ranges". Die Versorgungslücke müsse schnellstmöglich geschlossen werden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 05. Juli 2019 um 07:24 Uhr.

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