Ein Mann steht vor dem Logo von IBM | Bildquelle: REUTERS

Konzernumbau IBM will weitere Stellen streichen

Stand: 29.10.2020 20:22 Uhr

Vor wenigen Wochen hatte die IBM-Geschäftsleitung bekannt gegeben, das Unternehmen aufzuspalten. Nun teilte das IT-Unternehmen seinen Mitarbeitern laut ver.di-Angaben mit, dass 2300 Stellen in Deutschland abgebaut werden sollen.

Das IT-Urgestein IBM will in Deutschland nach ver.di-Angaben mehr als 2300 Arbeitsplätze abbauen. Darüber habe die Geschäftsführung die Mitarbeiter informiert, teilte die Gewerkschaft mit.

Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 12.000 Mitarbeitende. Die Ankündigung sei nur wenige Wochen nach der Bekanntgabe der IBM-Geschäftsleitung gekommen, das Unternehmen aufzuspalten, hieß es weiter.

Zwar solle versucht werden, diese Maßnahme durch freiwillige Angebote umzusetzen, doch es sei kaum vorstellbar, dass dies gelinge. "Sollte die Maßnahme zum Jahresende nicht erfolgreich umgesetzt sein, ist zu erwarten, dass in allen IBM-Konzerngesellschaften Kündigungen drohen."

Tiefgreifender Konzernumbau

IBM ging darauf in einem Statement nicht ein. "Unsere Personalentscheidungen werden getroffen, um unsere Kunden auf ihrem Weg zur Einführung einer offenen Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeit bestmöglich zu unterstützen", hieß es. "Außerdem investieren wir neu in unser Geschäft. Wir werden auch weiterhin signifikante Investitionen in Aus- und Weiterbildung der Kenntnisse von IBMern vornehmen, um den Anforderungen unserer Kunden besser gerecht zu werden."

Zuvor hatten auch das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Der Konzern streicht seit Jahren in Deutschland Stellen. Er will sein IT-Infrastruktur-Geschäft abspalten und eigenständig an die Börse bringen. Der Fokus soll künftig noch stärker auf dem Cloud-Geschäft liegen. IBM befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Konzernumbau hin zu neuen, wachstumsstärkeren Geschäftsfeldern. Neben den Cloud-Services zählen dazu auch Datenanalyse und Künstliche Intelligenz (KI).

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