Eine ältere Frau heizt mit einem elektrischen Heizgerät. | picture alliance / empics

Energiekrise Verbände warnen vor Heizen mit Heizlüftern

Stand: 31.07.2022 12:03 Uhr

Gas wird immer teurer. Also die Wohnung im nächsten Winter stattdessen mit strombetriebenen Heizlüftern heizen? Keine gute Idee, sagen Verbraucherschützer - und warnen vor Kostenfallen und überlasteten Stromnetzen.

Verbraucher sollten im Winter trotz der Gaskrise nicht auf strombetriebene Heizlüfter umsteigen - das lohne sich finanziell trotz der hohen Gaspreise keineswegs, warnen Verbraucherschützer, die Bundesnetzagentur und die Energiewirtschaft.

"Man spart mit Heizlüftern kein Geld, ganz im Gegenteil, man treibt die Stromrechnung in die Höhe", sagte Ramona Pop, Vorsitzende des Bundesverbands der Verbraucherzentralen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Stromnetze nicht dafür ausgelegt

"Hinzu kommt die Gefahr, dass die Stromverteilnetze überlastet werden, wenn massig Heizlüfter angeworfen werden", warnte Pop weiter. Diese Befürchtung haben auch der Verband der Energieunternehmen und die Bundesnetzagentur. Letztere rät stattdessen, die Temperatur in den Räumen etwas niedriger zu halten und so Gas zu sparen.

"Elektronische Heizgeräte wie Heizlüfter, Radiatoren und Konvektoren sind nicht dafür gemacht, eine Heizung zu ersetzen und sollten daher nur mit Bedacht eingesetzt werden", sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Deutlich mehr Heizlüfter verkauft

Dennoch wurden im ersten Halbjahr des Jahres deutlich mehr Heizlüfter verkauft als üblich: rund 600.000 Geräte, 35 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtete das Marktforschungsunternehmen GfK im "Tagesspiegel".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Juli 2022 um 08:00 Uhr.