Finanzministerium Frankreich | Bildquelle: picture alliance / imageBROKER

Hohes Defizit Frankreichs Schuldenberg wächst

Stand: 28.09.2018 14:08 Uhr

Frankreich gibt immer mehr Geld aus. Das Land hat inzwischen Schulden in Höhe von 99 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die EU erlaubt nach den Maastricht-Kriterien aber höchstens 60 Prozent.

Die französische Staatsverschuldung ist deutlich angestiegen. Frankreichs Defizit liegt inzwischen bei 99 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Die EU erlaubt aber nach den Stabilitäts-Kriterien von Maastricht höchstens 60 Prozent. Zum Vergleich: Deutschlands Schuldenberg umfasste Anfang 2018 knapp 63 Prozent des BIP. Laut dem Statistikamt Insee erhöhten sich die Verbindlichkeiten Frankreichs zwischen April und Juni um 5,2 Milliarden Euro auf fast 2,3 Billionen Euro.

Pierre Moscovici, EU-Wirtschafts- und Währungskommissar | Bildquelle: AFP
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EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici weist jeden Vergleich mit Italien zurück

EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici wies jeden Vergleich mit Italien zurück: "Frankreichs Verschuldung liegt nicht bei 132 Prozent" des BIPs wie die Italiens, sagte der französische Kommissar. Die französische Verschuldung sei "vertretbar, sie ist keine Gefahr für die öffentlichen Finanzen". 

Ökonomen betonen, solch hohe Schulden seien nur bei dauerhaft niedrigen Zinsen haltbar. Die Statistiker berücksichtigten erstmals die Milliardenschulden der französischen Staatsbahn SNCF. Die französische Regierung will bis 2022 Bahn-Ausstände von insgesamt 35 Milliarden Euro übernehmen.

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