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Ford setzt Rotstift an Tausende Jobs in Europa auf der Kippe

Stand: 10.01.2019 16:06 Uhr

Die Geschäfte des Autobauers Ford in Europa laufen schlecht - so schlecht, dass sich der US-Konzern eine Radikalkur verordnet. Dafür wird kräftig beim Personal gekürzt - es dürfte auch deutsche Werke treffen.

Der US-Autobauer Ford will sein tief in den roten Zahlen steckendes Europageschäft umbauen und wieder in die Gewinnzone führen. Dafür sollen zum zweiten Mal in wenigen Jahren Tausende Jobs gestrichen werden.

Von den rund 50.000 Arbeitsplätzen in Europa werde "eine beträchtliche Anzahl" wegfallen, sagte Ford-Europachef Steven Armstrong. Eine genaue Zahl nannte er allerdings nicht. Man führe noch Gespräche mit der Arbeitnehmerseite zu den einzelnen Standorten, sagte er. Bis spätestens Mitte 2019 sollen Einzelheiten feststehen. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen. Allein in Deutschland beschäftigt Ford 24.000 Menschen, die meisten von ihnen in Köln.

Europageschäft verschlanken

Ford will die Modellpalette in Europa verkleinern, Fahrzeuge, die sich schlecht verkaufen, sollen nicht länger produziert werden. Außerdem setzt der Konzern auf den Ausbau der Elektromobilität. Bereits Ende 2018 hatte Ford die Schließung eines kleinen Getriebe-Werks im französischen Bordeaux sowie Einschnitte für sein Werk im saarländischen Saarlouis angekündigt. An dem zweitgrößten deutschen Standort wurde jahrelang unter anderem der Van C-Max gefertigt, diese Produktion soll Mitte 2019 eingestellt werden.

Für Ford läuft das Europageschäft seit Langem schlecht, auch 2018 war ein Verlustjahr für den US-Konzern. Das Management strebt für 2019 nach eigenen Angaben ein Plus von mindestens sechs Prozent des Umsatzes vor Steuern an.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 10. Januar 2019 um 16:07 Uhr.

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