Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefon | picture alliance / Geisler-Fotop

Corona-Pandemie Krankschreibung per Telefon wird verlängert

Stand: 03.12.2020 13:15 Uhr

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, dürfen sich Arbeitnehmer auch weiterhin ohne Arztbesuch per Telefon oder Videoschalte krankschreiben lassen. Eine entsprechende Sonderregelung wird bis 31. März 2021 verlängert.

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen können sich Patienten mit leichten Erkältungsbeschwerden bis ins neue Jahr hinein auch ohne Praxisbesuch telefonisch krankschreiben lassen. Die Sonderregelung wird bis 31. März 2021 verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss. Dies soll Kontakte und Infektionsrisiken reduzieren.

Ärztinnen und Ärzte müssten sich aber "durch eine eingehende telefonische Befragung" persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen und prüfen, ob doch eine körperliche Untersuchung nötig sein könnte. Die telefonischen Krankschreibungen sind bis zu sieben Tage möglich und können telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Die Sonderregelung war bisher bis Jahresende befristet gewesen.

Angst vor Ansteckung

Nach wie vor scheuen viele Patienten den Weg zum Arzt, weil sie sich nicht im Wartezimmer anstecken wollen. Speziell bei einfachen Erkrankungsfällen sollen dadurch Infektionen im Wartezimmer vermieden werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich dafür stark gemacht, die Regelung im Winter zu verlängern. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April, während der ersten Welle, erheblich entlastet.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. Dezember 2020 um 14:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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schabernack 03.12.2020 • 23:19 Uhr

21:19 von falsa demonstratio / @schabernack

«Bei demjenigen, der wenig Personal hat, stellt der Ausfall eines Arbeitnehmers einen höheren Prozentsatz dar. Da gilt aber auch das Kündigungsschutzgesetz nicht.» Ich meinte nicht einen best. Prozentsatz in einzelnen Unternehmen / bei Selbständigen unter deren (oft nur wenigen) Angestellten. 3% war / ist nur so'ne Zahl für die Gesamtheit der Arbeitnehmerschaft. Ich weiß gar nicht, ob es nicht auch bspw. 5% oder 7% sind, die man zu "regelmäßigen Blaumachern" zählen müsste. Ich war nie in einem großen Unternehmen angestellt. "Damals bei meinen Japanern" waren wir ± 30 mit 10 Japanern dabei. Hoher unternehmens-interner Druck zu mögl. sozial-konformem Verhalten. "Blau gemacht" waren die Jeans im Büro, die Kittel von denen in der Werkstatt, und die Farbe kurzer Wellenlänge bei unseren Objektiven + Ferngläsern. Sonst nix. Nun sind es ± 150 Mitarbeiter im DEU-Unternehmen. Soziale Kontrolle ist geringer, aber noch deutlich spürbar. Der Chef weiß, wer alle Mitarbeiter "blau" sind.