Bundeswirtschaftsminister Altmaier bei einer Veranstaltung in Berlin. | REUTERS

Corona-Krise Altmaier plant weitere Hilfen für Firmen

Stand: 14.10.2020 15:58 Uhr

Das Bundeswirtschaftsministerium will die bislang wenig genutzten Corona-Überbrückungshilfen verlängern. Davon sollen vor allem das Gastgewerbe und die Veranstaltungsbranche profitieren.

Das Bundeswirtschaftsministerium plant weitere Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise. Vor allem dem Hotel- und Gaststättengewerbe und der Veranstaltungsbranche soll unter die Arme gegriffen werden. Die laufenden Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen sollen den Plänen zufolge um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden, wie Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten. Derzeit würden die Hilfen zum Jahresende auslaufen.

Zudem sind verbesserte Ausschreibungsmöglichkeiten und Zuschussprogramme für Modernisierungen und Renovierungen während der auftragslosen Zeit geplant. Auch bei den Krediten der staatlichen Förderbank KfW solle nachgebessert werden, etwa durch bessere Tilgungszuschüsse.

Unternehmerlohn im Gespräch

Darüber hinaus ist ein sogenannter Unternehmerlohn im Gespräch, der für Freiberufler und Soloselbstständige interessant sein könnte, sofern diese nicht anderweitig förderberechtigt seien und deswegen in die Grundsicherung fallen könnten.

In einigen Bundesländern wird diese Form der Corona-Hilfe für Freiberufler und Soloselbstständige bereits praktiziert. So zahlt Nordrhein-Westfalen einen Unternehmerlohn von monatlich 1000 Euro. 

25 Milliarden Euro bewilligt

Mit den Überbrückungshilfen sollen Unternehmen einen Großteil ihrer Fixkosten erstattet bekommen, wenn sie stark von der Coronavirus-Krise betroffen sind. Dafür stehen knapp 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Allerdings wurden auch nach Monaten bisher erst Anträge im Wert von 1,6 Milliarden Euro gestellt, davon 1,1 Milliarden bewilligt. Kritiker bemängeln, dass die Vorgaben zu rigide sind.

SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte der Nachrichtenagentur Reuters, besonders hart getroffene Branchen müssten gezielt unterstützt werden. "Das wird auch nicht nur in diesem Jahr so sein, sondern auch im nächsten Jahr." Es gebe ausreichend Mittel, um notwendige Hilfen zu gewähren. Dafür werde es keine Beschränkungen geben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau im ARD-Morgenmagazin am 14. Oktober 2020 um 07:30 Uhr.