Ein Werksarbeiter montiert das BMW-Logo auf das Auto. | Bildquelle: dpa

Kürzere Arbeitszeit BMW will bei Spitzenkräften sparen

Stand: 05.10.2019 09:21 Uhr

BMW will sparen. Bei Tausenden hoch qualifizierten Mitarbeitern sollen Arbeitszeit und damit Gehalt gekürzt werden. Der Betriebsrat will das verhindern und warnt vor Arbeitsverdichtung.

Der Münchener Autobauer BMW will nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" bei mehr als 5000 hoch qualifizierten Mitarbeitern Arbeitszeit und Gehalt reduzieren. Für die Mitarbeiter würde das Einbußen von 10.000 bis 14.000 Euro im Jahr bedeuten.

BMW kommentierte die Zahlen nicht, bestätigte aber, dass es bei den Gesprächen über das Sparpaket auch darum gehe, die Zahl der auf 40 Stunden aufgestockten Verträge zu reduzieren.

BMW-Produktion in Leipzig | Bildquelle: dpa
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In Deutschland produziert BMW an fünf Standorten.

Hintergrund der Debatte ist, dass hochqualifizierte Mitarbeiter bei BMW die tarifliche Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden erhöhen können und dann entsprechend mehr Geld bekommen. Dies setzt voraus, dass Unternehmen und Mitarbeiter dies wollen und ist üblicherweise auf zwei Jahre befristet.

BMW will nun viele dieser Vereinbarungen nicht verlängern. Laut "Wirtschaftswoche" soll etwa ein Drittel der rund 17.000 Mitarbeiter mit solchen Verträgen betroffen sein.

Betriebsrat kündigt Widerstand an

Von Seiten des Betriebsrats kommt Kritik. "Ich werde dafür Sorge tragen, dass hoch qualifizierte Mitarbeiter weiter 40 Stunden arbeiten dürfen", sagte Betriebsratschef Manfred Schoch dem Blatt. Eine Sprecherin sagte: "Wir wollen nicht, dass wenige Menschen massiv betroffen sind." Zudem befürchtet der Betriebsrat, dass die Kürzung zu Arbeitsverdichtung führe: "Die Arbeit wird ja nicht weniger."

BMW will die Gespräche über das Sparpaket bis Ende des Jahres abschließen. Beim Betriebsrat heißt es, man stehe dabei erst ganz am Anfang. Neben der Reduzierung der 40-Stunden-Verträge geht es bei dem Sparpaket auch um Einschnitte beim Jahresbonus und einen Abbau von Zeitarbeit. Zudem sollen frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 04. Oktober 2019 um 15:38 Uhr.

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