Bayer-Werk in Wuppertal | Bildquelle: dpa

Sparprogramm 4500 Mitarbeiter müssen gehen

Stand: 09.04.2019 13:30 Uhr

Dass Bayer Stellen abbauen will, ist bekannt. Nun hat der Konzern mitgeteilt, wie viele Mitarbeiter in Deutschland ihren Job verlieren. Laut Bayer haben die Kürzungen nichts mit der Monsanto-Übernahme zu tun.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer baut in Deutschland 4500 Stellen ab. Das teilte das Unternehmen mit. Das ist etwa jede siebte der rund 32.000 Stellen in Deutschland. Bayer will den Mitarbeitern in den betroffenen Funktionen Abfindungen sowie Frühverrentung anbieten. Mit den Maßnahmen wolle man die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und profitabler werden.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Die Mitarbeiter wurden in einem Rundschreiben über weitere Details zum Stellenabbau informiert. Demnach steht auch die Servicegesellschaft Bayer Business Services (BBS), die unter anderem IT-Dienstleistungen anbietet, vor dem Aus.

Bayer-Vorstandschef Werner Baumann hatte nach der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto das größte Sparprogramm der Firmengeschichte angekündigt. Es sieht den Abbau von rund 12.000 der weltweit gut 118.000 Stellen bis Ende 2021 vor. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll bis Ende 2025 verzichtet werden.

Bayer: Sparprogramm kein Ergebnis des Monsanto-Deals

Bayer muss sich nach der Monsanto-Übernahme mit Strafzahlungen auseinandersetzen. Dabei geht es um Gerichtsprozesse in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup. Ein Mittel, das Monsanto herstellt hatte. Bayer hatte die Übernahme wiederholt verteidigt und beteuert, das Sparprogramm sei keine Reaktion auf den Zukauf und die Klagen.

Auch in anderen Bereichen kämpft Bayer mit Problemen: So entwickelte sich das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten träge. Im Pharmageschäft müssen neue Wachstumstreiber her, da in einigen Jahren der Patentschutz für wichtige Umsatzbringer wie den Gerinnungshemmer Xarelto oder das Augenmedikament Eylea wegfallen wird.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. April 2019 um 11:00 Uhr.

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