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Konzernumbau Bayer streicht 12.000 Stellen

Stand: 29.11.2018 20:17 Uhr

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer plant einen Konzernumbau - mit weitreichenden Folgen. Bis Ende 2021 sollen insgesamt 12.000 Stellen wegfallen. Das Unternehmen kämpft gleich an mehreren Fronten.

Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will bis Ende 2021 weltweit rund 12.000 Stellen abbauen - viele davon in Deutschland. Der größte Teil des Stellenabbaus werde auf das Pflanzenschutzgeschäft und auf die übergreifenden Konzernfunktionen entfallen, teilte das Unternehmen mit.

Bayer plant Abbau von 12.000 Stellen
tagesschau 20:00 Uhr, 29.11.2018, Jan Koch, WDR

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Kündigungen sollen ausgeschlossen werden

Gleichzeitig vereinbarte Bayer mit dem Betriebsrat in Deutschland ein Zukunftssicherungsprogramm, das betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund der Bayer AG in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausschließt.

Die Effizienz- und Strukturmaßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Dax-Konzerns steigern und einschließlich der erwarteten Synergien aus der Monsanto-Übernahme von 2022 an jährliche Beiträge in Höhe von 2,6 Milliarden Euro generieren.

Der Personalabbau ist Bestandteil eines Programms, mit dem das Unternehmen Produktivität und Ertragskraft deutlich steigern will. Weitere Bestandteile sind die Trennung vom Geschäft mit Tiergesundheit, der Verkauf der Marken Coppertone und Dr. Scholl's sowie die Abgabe des 60-prozentigen Anteils an dem deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta.

Fahnen mit dem Logo der Firma Bayer | Bildquelle: AFP
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Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will Tausende Stellen abbauen.

Klagen in den USA

Bayer hat derzeit gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. In den USA sieht sich der Konzern nach der Übernahme von Monsanto mit zahlreichen Klagen wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat konfrontiert.

Die Kläger werfen Monsanto vor, mit Glyphosat ein krebserregendes Mittel verkauft und nicht ausreichend über die Schädlichkeit informiert zu haben.

Bayer weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Dennoch brach die Bayer-Aktie nach dem ersten verlorenen Glyphosat-Prozess massiv ein. Auch im wichtigen Pharmageschäft vermeldete der Konzern zuletzt wenig erfolgversprechende Neuentwicklungen.

Bayer-Chef Werner Baumann betonte, die geplanten Einschnitte seien keine Reaktion auf die Monsanto-Übernahme und erst Recht nicht auf die Glyphosat-Klagen in den USA: "Mit diesen notwendigen Anpassungen werden wir in Zukunft noch schlagkräftiger und agiler", sagte er. Der Konzern sei damit "bestmöglich für die Zukunft aufgestellt".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau und Deutschlandfunk in den Nachrichten am 29. November 2018 um 15:00 Uhr.

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