Ein Autohändler in Köln zeigt ein Fahrzeug. | Bildquelle: dpa

Corona-Krise Kaum einer kauft neue Autos

Stand: 19.05.2020 10:22 Uhr

Um 76 Prozent ist der EU-Automarkt im April eingebrochen - der schärfste monatliche Rückgang seit Beginn seiner Aufzeichnungen, so der Herstellerverband ACEA. In Spanien und Italien gab es fast keine Neuzulassungen.

In der Coronakrise ist der Automarkt in der Europäischen Union fast zum Erliegen gekommen. Im April kamen lediglich rund 271.000 Neuwagen auf die Straßen, 76 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das gab der europäische Herstellerverband ACEA in Brüssel bekannt.

Gründe waren der fast vollständige Stillstand der Autoproduktion und des Autohandels im Zuge der Bekämpfung der Pandemie. Dies sei der schärfste monatliche Rückgang seit Beginn seiner Aufzeichnungen, so der Verband. Alle in der ACEA-Statistik geführten Marken verbuchten prozentual hohe zweistellige Verkaufsrückgänge.

Einbruch in Italien und Spanien am stärksten

Am stärksten brach der Absatz in Italien und Spanien mit rund 97 Prozent ein. Beide Länder sind besonders stark von der Pandemie betroffen. In Frankreich fielen die Neuzulassungen um 88,8 Prozent und in Deutschland um 61 Prozent. In Großbritannien, das nicht mehr zur EU gehört, fielen die Pkw-Verkäufe ebenfalls um 97 Prozent.

Seit Jahresbeginn gab die Pkw-Nachfrage in der EU um fast 40 Prozent auf 2,75 Millionen Fahrzeuge nach. Im März hatten sich die Neuzulassungen bereits mehr als halbiert, weil in der Krise kaum Autos verkauft wurden.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. Mai 2020 um 15:15 Uhr.

Darstellung: