Männer arbeiten auf einer Baustelle | Bildquelle: dpa

Arbeitsmarkt im Juli Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen

Stand: 31.07.2019 11:38 Uhr

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juli nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ferienbedingt gestiegen. Im Juli seien 2,275 Millionen Erwerbslose registriert gewesen, teilte die Behörde mit.

Mit Beginn der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Juli leicht auf 2,275 Millionen gestiegen. Das waren 59.000 Arbeitslose mehr als im Juni und 49.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent.

"Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Juli vor allem aufgrund der einsetzenden Sommerpause gestiegen", erklärte BA-Vorstand Daniel Terzenbach. Die Beschäftigung nehme weiter zu, aber weniger dynamisch als zuletzt. In der Arbeitslosenversicherung zeigt die Konjunkturabschwächung laut BA mit einer stärkeren Zunahme der Erwerbslosigkeit Spuren.

Für die Jahreszeit üblich

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl im Juli ist für die Jahreszeit üblich. Viele Unternehmen warten mit Neueinstellungen das Ende der Sommerferien ab. Zudem melden sich junge Leute zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn arbeitslos. Aber auch unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen stieg die Arbeitslosigkeit.

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Arbeitsmarktzahlen im Juli 2019

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Arbeitslosigkeit (absolute Zahlen und Quote)

Saisonbereinigt errechnete die BA im Monatsvergleich eine Zunahme um 1000 Erwerbslose. Die Konjunkturdelle hinterlässt laut BA aber bereits Spuren: "Im Bereich der Arbeitslosenversicherung fällt der saisonbereinigte Anstieg im Zuge der konjunkturellen Eintrübung deutlicher aus", erklärte die BA. Banken-Volkswirte hatten ein saisonbereinigtes Plus um 2000 erwartet.

Starke Nachfrage nach neuen Mitarbeitern

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewege sich auf hohem Niveau, werde aber merklich schwächer, teilte die Bundesagentur mit. Im Juli waren 799.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 24.000 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 9000 verringert.

Der Stellenindex der BA (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - sank im Juli 2019 um vier Punkte auf 243 Punkte. Er liegt damit 13 Punkte unter dem Vorjahreswert.

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die gerade beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,20 Millionen. Sie blieb saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat konstant. Im Vorjahresvergleich ging die Zahl um 48.000 zurück.

Zahl der Erwerbstätigen weiter gestiegen

Die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen und lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im Juni bei 45,30 Millionen - das waren 8000 mehr als im Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr waren es 410.000 Erwerbstätige mehr.

Das Plus beruht laut BA weitgehend auf einer höheren Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Arbeitnehmer. Insgesamt hatten laut Hochrechnung der BA im Mai 33,41 Millionen Menschen einen regulären Job. Saisonbereinigt war das von April auf Mai ein Plus von 20.000.

Niedrigste Arbeitslosenquote im Euroraum

In Deutschland wurde damit die niedrigste Arbeitslosenquote im Euroraum gemessen. Die höchste Arbeitslosigkeit verzeichnen weiter Griechenland und Spanien.

Dennoch ging die Arbeitslosigkeit in den 19 Euroländern weiter zurück. Sie erreichte im Juni den tiefsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Die Arbeitslosenquote sei um 0,1 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Dies ist die niedrigste Quote in der Eurozone seit Juli 2008.

Wie Eurostat weiter mitteilte, waren im Juni in der Eurozone 12,377 Millionen Menschen arbeitslos und damit 45.000 weniger als im Mai. Im Jahresvergleich sank die Zahl um 1,032 Millionen.

In den 28 Ländern der gesamten Europäischen Union betrug die Quote im Juni 6,3 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der monatlichen Aufzeichnungen im Jahr 2000.

Immer mehr Migranten sind in Ausbildung
tagesschau 12:00 Uhr, 31.07.2019, Rupert Wiederwald, WDR

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Juli 2019 um 10:00 Uhr.

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