Firmenlogo an der Pfizer-Firmenzentrale in New York | Bildquelle: AFP

Antibabypille zurückgerufen Ungewollt schwanger, weil falsch beschriftet

Stand: 07.12.2018 19:23 Uhr

Mehrere Chargen der Antibabypille "Trigoa" sind falsch beschriftet worden. Mögliche Folge: Die Pillen werden falsch eingenommen, und die Frau wird schwanger. Der Hersteller Pfizer ruft das Mittel deshalb zurück.

Wegen falsch bedruckter Tablettenverpackungen ruft der Pharmahersteller Pfizer mehrere Chargen einer Antibabypille zurück. Grund ist, dass die Blister, in denen sich die einzelnen Tabletten befinden, bei mehreren Chargen falsch bedruckt waren. Das kann dazu führen, dass die Tabletten in der falschen Abfolge eingenommen werden - was zu einer ungewollten Schwangerschaft führen kann.

Drei Chargen betroffen

Frauen, die zwischen 27. November und 3. Dezember das Verhütungsmittel "Trigoa" aus den betroffenen Chargen X34106, X51153 und W98332 erhalten haben, sollen das Medikament über Apotheken zurückgeben, teilte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales mit.

Wie verbreitet das Medikament ist und in welchen Bundesländern die betroffenen Chargen an Patientinnen abgegeben wurden, ist derzeit noch nicht klar. Bei "Trigoa" handelt es sich laut Hersteller um ein Kombinationspräparat: Jedes Dragée enthalte eine geringe Menge zweier weiblicher Hormone, ein Gestagen und ein Estrogen. Die Pillen in der Packung sind unterschiedlich dosiert, deshalb ist die korrekte Reihenfolge bei der Einnahme wichtig.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Dezember 2018 um 18:15 Uhr.

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