Anthony Blinken | dpa/Alex Brandon
Liveblog

Krieg gegen die Ukraine ++ USA: Kiew hat freie Hand für Verhandlungen ++

Stand: 13.11.2022 00:56 Uhr

Die Ukraine soll laut US-Außenminister Blinken allein über den Zeitpunkt möglicher Verhandlungen mit Russland entscheiden. Die Türkei meldet, dass der Kreml den Schiffsverkehr in der Meerenge von Kertsch einschränkt. Die Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

13.11.2022 • 00:56 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute beenden wir den Liveblog zum Krieg gegen die Ukraine. Herzlichen Dank für Ihr Interesse - wir sind morgen wieder für Sie da.

12.11.2022 • 18:56 Uhr

Putin spricht mit Raisi über Ausbau von Wirtschaftsbeziehungen

Kremlchef Wladimir Putin und Irans Präsident Ebrahim Raisi haben über den weiteren Ausbau der Beziehungen ihrer beiden von westlichen Sanktionen betroffenen Länder gesprochen. In dem Telefonat habe der Fokus auf der "Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Handel und Wirtschaft" gelegen, teilte der Kreml anschließend mit.

Der Iran unterhält gute Beziehungen zu Moskau und war zuletzt für die Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in die Kritik geraten. Vor rund einer Woche hatte Teheran erstmals zugegeben, an Russland auch Kampfdrohnen geliefert zu haben. Die Islamische Republik habe Russland noch vor Kriegsbeginn Ende Februar eine begrenzte Anzahl von Drohnen zur Verfügung gestellt, hieß es.

Weitere Waffenlieferungen seit Beginn des russischen Angriffskriegs sowie die Bereitstellung von Raketen wurden von Teheran dementiert. Die Ukraine wiederum, deren Energieinfrastruktur zuletzt durch massive russische Drohnenangriffe stark beschädigt wurde, wirft dem Iran deutlich umfangreichere Waffenlieferungen an Moskau vor.

12.11.2022 • 18:12 Uhr

Türkei: Moskau schränkt Schiffsverkehr durch Kertsch-Meerenge ein

Russland wird es im Ausland beladenen Schiffen nach türkischen Angaben nicht länger erlauben, die Straße von Kertsch in Richtung des Asowschen Meeres zu durchqueren. "Die Durchfahrt von Schiffen, die außerhalb des russischen Territoriums beladen worden sind, ist durch die Straße von Kertsch nach Norden verboten", teilte die zuständige Stelle des türkischen Verkehrsministeriums auf Twitter mit.

Der Hinweis sei von der russischen Seite gekommen, sagte ein Ministeriumssprecher, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Aus Moskau gab es zunächst keine Stellungnahme. Das Asowsche Meer ist ein gemeinsames Binnenmeer zwischen Russland und der Ukraine und ist nur durch die Straße von Kertsch mit dem größeren Schwarzen Meer verbunden.

Wichtige ukrainische Seehäfen am Asowschen Meer - etwa in Mariupol und Berdjansk - hat Russland allerdings im Zuge seines seit achteinhalb Monaten andauernden Angriffskriegs erobert und unter seine Kontrolle gebracht.

12.11.2022 • 18:12 Uhr

Blinken: Ukraine hat freie Hand bei Verhandlungen

Die Ukraine soll nach Angaben von US-Außenminister Antony Blinken allein über Zeitpunkt und Gegenstand möglicher Verhandlungen mit Russland entscheiden. Blinken bekräftigt diese Position der USA nach Angaben des Außenministeriums bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba am Rande des Gipfels des südostasiatische Staatenbundes ASEAN in Kambodscha.

12.11.2022 • 17:40 Uhr

Die Ukraine feiert die Befreiung von Cherson

Blumen für die Soldaten vor Ort und Sekt in Kiew - die gesamte Ukraine feiert die Befreiung von Cherson. "Meine Stadt, wo ich geboren bin und mein gesamtes Leben verbracht habe, ist endlich frei", sagt die 17-jährige Nastia Stepenska mit Tränen in den Augen in Kiew. Sie werde in ihre Heimatregion zurückgehen, sobald "es möglich und sicher ist".

Die Nachricht, dass ukrainische Soldaten in der Stadt Cherson angekommen sind, sorgt für einen selten gewordenen Freudenausbruch in Kiew, mit Musik in den Straßen und Hupkonzerten. Feiernde Menschen ziehen am Freitagabend zum Maidanplatz, eingehüllt in ukrainische Flaggen, umarmen einander und lassen Sektkorken knallen. "Das ist die beste Überraschung aller Zeiten", sagt Artem Lukiw. Der 41-Jährige kommt auch aus Cherson und gibt zu, nicht so schnell mit einer Befreiung seiner Stadt gerechnet zu haben. "Wir haben neun Monate darauf gewartet", sagt er. "Wir sind wirklich glücklich."

12.11.2022 • 16:22 Uhr

Bundesagrarminister lobt Ausbau von Transportwegen

Bundesagrarminister Cem Özdemir hat EU-Pläne gelobt, gemeinsam mit Partnern eine weitere Milliarde Euro in Verkehrswege in die Ukraine zu investieren. "Diese Alternativrouten sind echte Lebensadern: Die Agrarexporte sichern der Ukraine wichtige Einnahmen, beruhigen die Weltmärkte für Getreide und machen so weltweit Millionen Hungernde satt", sagte der Grünen-Politiker. Er und sein ukrainischer Kollege Mykola Solskyj suchten nach einer Lösung, wie Getreide gezielt Staaten zugutekommen könne, in denen der Hunger besonders groß sei.

Vor dem Angriff Russlands hatte die Ukraine vor allem über seine Schwarzmeerhäfen Handel betrieben. Diese können nur noch für ausgewählte Agrarprodukte genutzt werden, weil es für andere Transporte keine Sicherheitsgarantien gibt. Die am Freitag bekannt gegebenen Investitionen sollen helfen, den Land- und Binnenschiffsverkehr zwischen der Ukraine und den Nachbarländern Polen, Rumänien, Moldau, Slowakei und Ungarn auszubauen.

12.11.2022 • 16:22 Uhr

Cherson: Die Wassermelone als Siegessymbol

Nach dem russischen Abzug rücken die Ukrainer weiter auf die Gebietshauptstadt Cherson im Süden ihres Landes vor - und mit ihnen ein ganz spezielles Siegessymbol: die Wassermelone. In sozialen Netzwerken kursierten am Wochenende Videos, die etwa einen ukrainischen Soldaten zeigen, der eine der großen runden Früchte in der Hand hält und von einer Menschenmenge euphorisch bejubelt wird. Vielfach geteilt wurde auch ein Foto, das eine ukrainische Flagge auf einer gigantischen Melonen-Statue zeigt.

Hintergrund ist folgender: Die Region Cherson mit ihren warmen Sommern ist bekannt für besonders köstliche Wassermelonen. Dass das beliebte Obst in der vergangenen Saison in die Hände der russischen Besatzer fiel, schmerzte die Ukrainer auch finanziell, denn die Früchte sind ein wichtiges Handelsprodukt.

12.11.2022 • 14:50 Uhr

Ukrainische Polizisten und Rundfunksender nehmen Arbeit in Cherson wieder auf

Ukrainische Polizisten und Rundfunksender kehren nach dem Abzug russischer Truppen offenbar nach Cherson zurück. Nationale Fernseh- und Radiosendungen werden nach ukrainischen Angaben wieder ausgestrahlt. Der Chef der Nationalen Polizei der Ukraine, Ihor Klymenko, sagte in einem Facebook-Beitrag, dass etwa 200 Beamte in der Stadt im Einsatz seien, Kontrollpunkte errichteten und Beweise für mögliche Kriegsverbrechen dokumentierten. Polizeiteams arbeiteten auch daran, Blindgänger zu identifizieren und zu neutralisieren.

In einer Rede im ukrainischen Fernsehen beschrieb der Berater des Bürgermeisters von Cherson, Roman Holovnya, die Situation in der Stadt als "eine humanitäre Katastrophe". Er sagte, den Bewohnern fehle es an Wasser, Medizin und Nahrung. Der Vorsitzende von Khersonoblenergo, dem Energieversorger der Region, sagte, dass "jede Siedlung in der Region Cherson unmittelbar nach der Befreiung und der Einholung der obligatorischen Genehmigung des Militärs" wieder mit Strom versorgt werde.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

12.11.2022 • 13:57 Uhr

Banksy bekennt sich zu Werk auf zerstörtem Haus

Der Streetart-Künstler Banksy hat offenbar ein weiteres Werk hinterlassen - dieses Mal auf einem zerstörten Haus in der Ukraine. Auf seinem Instagram-Kanal zeigte der Künstler ein Bild des Werks.

12.11.2022 • 13:33 Uhr

Ukrainische Truppen stabilisieren neue Stellungen in Cherson

Ukrainische Truppen haben am westlichen Ufer des Dnipros "Stabilisierungsmaßnahmen" ausgeführt, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Russische Einheiten bauten am Ostufer ihre Stellungen aus. Von der südlichen Region Cherson sind weiter 70 Prozent unter russischer Kontrolle. Die Menschen in der gleichnamigen Regionalhauptstadt am Westufer hatten in der Nacht ausgelassen das Ende der achtmonatigen russischen Besatzung gefeiert.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte ein seiner nächtlichen Videobotschaft: "Auch wenn die Stadt noch nicht völlig von der Präsenz des Feindes gereinigt ist, beseitigen die Menschen in Cherson selbst bereits russische Symbole und jede Spur des Aufenthalts der Besatzer von Straßen und Gebäuden." In sozialen Medien wurden Fotos geteilt, die Einwohner bei der Beseitigung von Gedenkplaketten und russischen Symbolen zeigten.

Ein Mann reißt ein russisches Plakat in Bilozerka in der Region Cherson ab, Ukraine. | via Reuters

Ein Mann reißt ein russisches Plakat in Bilozerka in der Region Cherson ab. Bild: via Reuters

12.11.2022 • 12:55 Uhr

Blinken sichert Ukraine weitere Unterstützung zu

Die USA haben der Ukraine im Krieg mit Russland dauerhafte Unterstützung zugesagt. Bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba am Rande des ASEAN-Gipfels in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh sagte US-Außenminister Antony Blinken, die Erfolge um Cherson seien ein weiteres Zeugnis für den bemerkenswerten Mut der Streitkräfte und der Volkes der Ukraine wie auch für die starke Unterstützung durch die USA und die Welt.

Die sicherheitstechnische, humanitäre und wirtschaftliche Hilfe werde "solange wie nötig" fortgesetzt. Blinken übte scharfe Kritik an Russland, dass die Ukraine weiter "brutal behandelt" - besonders mit seiner gezielten Kampagne, um die Energieinfrastruktur zu zerstören: "Alles, was notwendig ist, um Licht zu haben, Menschen im Winter warmzuhalten."

Die Angriffe hätten schreckliche Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung überall in der Ukraine. Die USA seien entschlossen, der Ukraine zu helfen, die kritische Infrastruktur zu verteidigen und zu ersetzen und zu reparieren, sagte Blinken.

12.11.2022 • 11:44 Uhr

Russische Besatzer verlegen Chersoner Verwaltungszentrum

Die russischen Besatzer haben ihr Chersoner Verwaltungszentrum auf den noch von ihnen kontrollierten Teil des gleichnamigen Gebiets verlegt. Ein großer Teil der russischen Administration sei bereits in die Stadt Henitschesk umgesiedelt worden, meldeten Russlands staatliche Nachrichtenagenturen unter Berufung auf einen Sprecher der Chersoner Besatzungsverwaltung. Henitschesk liegt ganz im Südosten von Cherson am Asowschen Meer und nur wenige Dutzende Kilometer von der Schwarzmeer-Halbinsel Krim entfernt, die Moskau bereits 2014 annektiert hat.

12.11.2022 • 10:51 Uhr

Erdogan bemüht sich um Friedensdialog

Die Türkei will sich um einen Friedensdialog zwischen Russland und der Ukraine zu bemühen. Dies sagte Präsident Tayyip Erdogan, wie türkische Medien berichteten. "Wir arbeiten daran, hier einen Friedenskorridor zu schaffen, so wie wir den Getreidekorridor hatten", wurde Erdogan auf einem Flug von Usbekistan zu Reportern zitiert, während er Russlands Widerstand gegen den Druck der Vereinigten Staaten und seiner Verbündeten lobte.

12.11.2022 • 10:48 Uhr

Kuleba signalisiert Bereitschaft zu Treffen mit Lawrow

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba würde nach eigenen Angaben ein Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Betracht ziehen, sollte dieser eines nachfragen. Die Gelegenheit dazu bestünde beim ASEAN-Gipfel in Phnom Penh, zu dem sowohl Kuleba als auch Lawrow angereist sind.

Kuleba sagte in der kambodschanischen Hauptstadt allerdings auch, Russland habe Gespräche bislang nur als "Deckmantel für seine fortgesetzte Aggression" benutzt. "Die Ukraine wird siegen, es ist nur eine Frage der Zeit und des Preises", sagte er. "Und ja, einige Erfolge sind militärisch erzielt worden, aber einige Erfolge der Ukraine werden diplomatisch erreicht werden."

Dunkelgrün: Vormarsch der russischen Armee. Schraffiert: von Russland annektierte Gebiete.  | ISW/11.11.2022

Dunkelgrün: Vormarsch der russischen Armee. Schraffiert: Von Russland annektierte Gebiete. Bild: ISW/11.11.2022

12.11.2022 • 10:22 Uhr

EU-Kommission billigt deutsche Übernahme von Gazprom-Tochter

Die EU-Kommission hat die Verstaatlichung einer deutschen Tochter des russischen Energiekonzerns Gazprom gebilligt. Die Brüsseler Behörde stimmte Beihilfemaßnahmen für Gazprom Germania von 225,6 Millionen Euro zu. Damit kann die Bundesregierung die Firma, die inzwischen Securing Energy for Europe (Sefe) heißt und unter Treuhänderschaft der Bundesnetzagentur steht, komplett übernehmen.

Nach Angaben der Kommission folgt die Maßnahme den Regeln des befristeten Krisenrahmens, wonach Unternehmen in der Energiekrise Hilfen erhalten können, wenn privates Geld nicht ausreicht. Sefe habe nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hohe Verluste erlitten. Das Unternehmen sei mit einem Anteil von 14 Prozent am deutschen Gasversorgungsmarkt und 28 der Gasspeicherkapazität für Deutschland ein systemrelevantes Energieunternehmen.

12.11.2022 • 10:20 Uhr

London: Rückzug aus Cherson ist großer Imageschaden für Russland

Die Rückeroberung der südukrainischen Großstadt Cherson durch ukrainische Truppen bedeutet nach britischer Einschätzung einen erheblichen Imageschaden für Russland. "Der Rückzug ist eine öffentliche Anerkennung der Schwierigkeiten, mit denen die russischen Streitkräfte am Westufer des Flusses Dnipro konfrontiert sind", kommentierte das Verteidigungsministerium in London.

Ressortchef Ben Wallace sprach von "einem weiteren strategischen Versagen". Die russische Einnahme von Cherson zu Kriegsbeginn sei das einzige Mal gewesen, dass Russland ein wichtiges Ziel erreicht habe. Wenn die Stadt nun wieder aufgegeben werde, würden sich die Menschen in Russland mehr und mehr die Frage stellen, wozu der Krieg gut sei.

12.11.2022 • 05:59 Uhr

Getreide-Export: Ukraine fordert von ASEAN-Ländern Hilfe

Die Ukraine hat die Länder des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN um Unterstützung für eine Fortsetzung der Getreide-Exporte über das Schwarze Meer gebeten. Außenminister Dmytro Kuleba fordert die ASEAN-Staaten auf, Russlands "Hungerspiele" in Bezug auf das auslaufende Getreideabkommen zu stoppen.

Kuleba sagt auf einer Pressekonferenz am Rande des ASEAN-Gipfels in Kambodscha, sein Amtskollege Sergej Lawrow habe nicht um ein Treffen mit ihm gebeten. Die Ukraine strebt eine Erweiterung des Getreideexportabkommens im Schwarzen Meer auf weitere Häfen und Waren an. Zudem hofft die Regierung in Kiew, dass in der kommenden Woche eine Entscheidung zur Verlängerung der Übereinkunft um mindestens ein Jahr getroffen wird. Das Abkommen läuft am 19. November aus.

Moskau hat bereits angedeutet, es nicht zu verlängern, wenn auf seine Bedenken nicht eingegangen wird. Im Oktober hatten die Russen das Abkommen bereits für mehrere Tage einseitig ausgesetzt.

12.11.2022 • 04:40 Uhr

UN melden Fortschritte bei Verhandlungen um Zukunft von Getreidedeal

Im Ringen um eine Verlängerung des Abkommens zum Export von ukrainischen und russischen Agrargütern haben die Vereinten Nationen Fortschritte bei Verhandlungen mit Moskau gemeldet. Der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths und Rebecy Grynspan, die Generalsekretärin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung, hätten eine russische Delegation um Vize-Außenminister Sergej Werschinin in Genf über Schritte unterrichtet, wie russischen Kritikpunkten an der Umsetzung der Vereinbarung begegnet werden solle, sagte UN-Sprecherin Stephanie Tremblay. Russische Diplomaten beklagten im Vorfeld, dass es Probleme bei der Finanzierung und Versicherung von Schiffen für Getreide- und Düngemittelausfuhren sowie bei der Suche nach Häfen gebe, in denen russische Schiffe anlegen können.

12.11.2022 • 04:40 Uhr

Ukraine erringt laut USA "außergewöhnlichen Sieg" in Cherson

Nach dem Rückzug der russischen Truppen aus der ukrainischen Stadt Cherson haben die USA von einem "außergewöhnlichen Sieg" für Kiew gesprochen. "Es sieht so aus, als hätten die Ukrainer gerade einen außergewöhnlichen Sieg errungen, bei dem die einzige Regionalhauptstadt, die Russland in diesem Krieg erobert hat, nun wieder unter ukrainischer Flagge steht", sagte der Nationale Sicherheitsberater, Jake Sullivan, am Samstag gegenüber Reportern bei einer Reise mit US-Präsident Joe Biden in Kambodscha. Dies sei "bemerkenswert". Sullivan sagte, der russische Rückzug habe "umfassendere strategische Auswirkungen". Dazu gehöre, dass sich die längerfristige Bedrohung anderer südukrainischer Städte wie Odessa durch Russland verringere. Dieser große Moment sei der "unglaublichen Hartnäckigkeit und dem Geschick der Ukrainer zu verdanken". Er verwies aber auch auf die Unterstützung der USA und anderer Staaten.