Verdi-Streikende mit Trillerpfeifen und Transparent

Aktionen in sieben Bundesländern Warnstreiks für sechs Prozent mehr Lohn

Stand: 05.04.2016 12:14 Uhr

In sieben Bundesländern streiken von heute an Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Ver.di, dbb und GEW hatten zu den Warnstreiks aufgerufen. Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn. Auch Kitas sind vom Ausstand betroffen.

Sechs Prozent mehr Lohn, so die Forderung der Gewerkschaft ver.di. In sieben Bundesländern wollen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den Ausstand treten.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben laut ver.di Mitarbeiter in mehreren Stadtverwaltungen und anderen Behörden die Arbeit niedergelegt. Gestreikt wurde unter anderem in Leipzig, Chemnitz, Magdeburg und Gera.

Betroffen von den Streiks sind laut ver.di auch zwei Kindertagesstätten in Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Im niedersächsischen Peine blieben am Morgen sieben kommunale Kitas geschlossen.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst
tagesschau 14:00 Uhr, 05.04.2016, Gunnar Breske, MDR

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Sieben Bundesländer betroffen

In Bayern hat die Gewerkschaft Arbeitsniederlegungen in München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg angekündigt. In Rheinland-Pfalz soll es in Mainz Warnstreiks geben.

Auch in Nordrhein-Westfalen wollen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Ausstand gehen. Schwerpunkte des Streiks sollen in Düsseldorf, Dortmund und Gelsenkirchen liegen.

Sechs Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaften ver.di, GEW und der Beamtenbund dbb haben zu den Warnstreiks aufgerufen. Sie fordern für die Beschäftigten von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber lehnen das als zu hoch ab.

Weil in den Kommunen laut dbb 85 Prozent Tarifbeschäftigte arbeiten, hoffen die Gewerkschaften auf eine hohe Beteiligung. Für Beamte gilt ein Streikverbot.

Warnstreiks
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Auch Kitas werden bestreikt. Nach dem wochenlangen Arbeitskampf im vergangenen Jahr sorgt das für Ärger.

Erneuter Kita-Ausstand sorgt für Kritik

Für Kritik sorgt die Ankündigung, erneut Kitas zu bestreiken. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA kritisierte den Schritt als nicht nachvollziehbar.

Im vergangenen Jahr hatten die Gewerkschaften für eine Aufwertung und höhere Eingruppierungen von rund 220.000 Erzieherinnen, Sozialarbeitern und -pädagogen, Kinderpflegern und Mitarbeitern der Behindertenhilfe gestreikt. Der Ausstand hatte sich im Mai über vier Wochen hingezogen und Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder in Schwierigkeiten gebracht. Laut GEW soll der diesjährige Arbeitskampf in den Kitas aber bei weitem nicht so heftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.

Bisher keine Annäherung

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften nach der gescheiterten ersten Verhandlungsrunde Druck machen. Die nächsten Gespräche sind für den 11. April angesetzt. Verhandelt wird für rund 2,14 Millionen Menschen - unter anderem für Erzieher, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Kliniken sowie Bundespolizisten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. April 2016 um 09:00 Uhr.

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