Am späten Abend zieht eine Gewitterzelle mit dunklen Regenwolken über die Landschaft. | picture alliance/dpa

Unwettergefahr in Deutschland "Es ist Dampf im Kessel"

Stand: 27.06.2022 13:03 Uhr

Starkregen, schwere Sturmböen und Gewitter: In weiten Teilen Deutschlands kann es in den nächsten Tagen zu Unwettern kommen. Vereinzelt drohen laut Deutschem Wetterdienst Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle.

In vielen Regionen Deutschlands müssen sich die Menschen auch in den kommenden Tagen auf Unwettergefahren einstellen. Bis zum Wochenende kann es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in weiten Teilen des Landes zu heftigem Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel kommen - im Einzelfall können die Körner so groß wie Tischtennisbälle sein. "Es ist weiterhin Dampf im Kessel, denn an der eingefahrenen Wetterlage ändert sich quasi nichts", sagte ein DWD-Meteorologe.

Ursache für hohe Gewittergefahr sind den Angaben zufolge ein Tiefdruckgebiet bei den Britischen Inseln und ein Hochdruckgebiet über Osteuropa. Sie sorgen dafür, dass aus Süden und Südwesten feuchte Mittelmeerluft nach Deutschland zieht. "Genau über dem Land liegt dabei eine Luftmassengrenze, in deren Bereich es immer wieder zu Schauern und Gewittern samt erhöhtem Unwetterpotenzial kommt", erklärte der Meteorologe.

Große Temperaturunterschiede im Land

Dabei kommt es zu gewaltigen Temperaturunterschieden: Während der DWD heute für den Osten bis zu 36 Grad erwartet, liegen die Werte im Westen bei gerade einmal knapp über 20 Grad. Dort kommt es den Angaben zufolge zu leichten Regenschauer. In den östlichen Bundesländern hingegen gab es bereits am Vormittag amtliche Warnungen vor "extremer Hitze". Im Osten erwartet der DWD auch die stärksten Gewitter. 

Am Dienstag dürften sich vor allem in der Südhälfte Gewitter und Unwetter zusammenbrauen, die dann in der Nacht zum Mittwoch in den Norden ziehen. "Am Mittwoch wird es daher fast im gesamten Land recht unbeständig bei schwülwarmen Temperaturen", so der Meteorologe.

Demnach breiten sich die Schauer und teils kräftigen Gewitter zur Wochenmitte nach Norden hin aus. Im äußersten Westen, später auch im äußersten Südwesten bleibt es trocken. Die Höchstwerte pendeln zwischen 23 und 28 Grad. Am Donnerstag kommt im Westen dann erneut Regen auf. Am Alpenrand und in der Mitte gibt es heftige Schauer und Gewitter.

Über dieses Thema berichteten am 27. Juni 2022 die tagesschau um 12:00 Uhr und das Mittagsmagazin um 13:00 Uhr.