Mitarbeiter ziehen sich auf der Corona-Station in einer Klinik ihre Virenschutzkittel an.  | dpa

RKI-Zahlen Klarer Rückgang beim Inzidenzwert

Stand: 21.01.2021 06:57 Uhr

Das RKI meldet zwar immer noch mehr als 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, doch der Trend zeigt klar nach unten. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf den niedrigsten Wert seit mehr als elf Wochen gefallen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt deutlich gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die 7-Tage-Inzidenz mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Binnen eines Tages wurden aber immer noch 20.398 Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 1013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten mit 197,6 erreicht. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

5.000 Neuinfektionen weniger als vor einer Woche

Vor genau einer Woche hatte das RKI noch 25.164 Neuinfektionen und 1244 neue Todesfälle - der bisherige Höchststand - binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI insgesamt 2.088.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, stieg auf 49.783. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.762.200 an.

R-Wert unverändert bei 0,87

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt unverändert bei 0,87. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer am Dienstag den aktuellen Lockdown bis zum 14. Februar verlängert und zugleich verschärft.