Das Steinkohlekraftwerk Mehrum bei Hohenhameln, Niedersachsen. | Bildquelle: dpa

Studie zu Klimazielen Deutschlands CO2-Budget für 2018 verbraucht

Stand: 28.03.2018 16:27 Uhr

217 Millionen Tonnen Kohlendioxid darf Deutschland 2018 ausstoßen, wenn es die Pariser Klimaziele einhalten will. Nun ist der Wert für dieses Jahr einer Studie zufolge bereits erreicht worden.

Mit dem Pariser Abkommen von 2015 hielten viele den Durchbruch im weltweiten Klimaschutz für gekommen - doch die Umsetzung stellt die meisten Industrienationen auch zweieinhalb Jahre später vor Herausforderungen. Deutschland hat Berechnungen zufolge sein Budget für 2018 schon ausgereizt: Bis zum 28. März wurden demnach bereits 217 Millionen Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Das ist so viel, wie für das ganze Jahr zulässig ist, wenn die Bundesrepublik die vereinbarten Klimaziele einhalten will.

Deutschland hat bereits CO2-Obergrenze erreicht
tagesschau 20:00 Uhr, 28.03.2018, Volker Schwenck, ARD Berlin

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CO2-Menge eine Woche früher als 2017 verbraucht

Die Berechnungen der Brancheninitiative Zukunft Erdgas basiert auf Daten einer Studie, die von der Naturschutzorganisation WWF in Auftrag gegeben wurde. Bis zum Jahresende werde Deutschland voraussichtlich das Vierfache des erlaubten CO2-Wertes ausstoßen, kritisiert der Initiative, Timm Kehler. Schlimmer noch: Das Emissionsbudget sei "sogar noch eine Woche früher als im Vorjahr" aufgebraucht gewesen. Um die Klimaziele noch zu erreichen, müssten dem WWF zufolge weitere Kohlekraftwerke abgeschaltet und ein regionaler Preis für Kohlendioxid in Europa eingeführt werden.

Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums nannte die Berechnungen allerdings "ein bisschen wackelig": Im Pariser Klimaabkommen seien keine konkreten Budgets festgelegt worden, sondern eine "weitgehende Treibhausgasneutralität" bis zum Jahr 2015. Vergangenes Jahr hatte Deutschland nach Zahlen des Umweltbundesamts insgesamt 904,7 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen - immerhin fünf Prozent weniger als 2016. "Das sind unsere Zahlen", stellte die Sprecherin klar. "Dass Deutschland zu viel emittiert, ist glaube ich hinlänglich bekannt und diskutiert."

Pro-Kopf-Schlüssel für Budgets der Nationen

Mit dem Klimaabkommen von Paris, das außer den USA von allen Staaten der Erde ratifiziert wurde, soll der erwartete Anstieg der Erdtemperatur auf unter zwei Grad begrenzt werden. Hierzu dürfen bis zum Jahr 2050 insgesamt maximal 890 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden. Die Autoren der Studie haben die Gesamtmenge anhand eines Pro-Kopf-Schlüssels in nationale Budgets umgerechnet. Für Deutschland beträgt es insgesamt 9,9 Milliarden Tonnen - das entspricht 217 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2050.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. März 2018 um 17:00 Uhr.

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