Zwei Personen betreten ein Impfzentrum in Halle | dpa

Corona-Pandemie Millionengrenze bei Impfungen erreicht

Stand: 16.01.2021 17:31 Uhr

In Deutschland sind mehr als eine Million Menschen gegen Corona geimpft. Das geht aus RKI-Zahlen hervor. Bei der Impfquote liegt der Nordosten weiter vorn.

Auch wenn bisher nur wenig Impfstoff zur Verfügung steht, steigt die Zahl der geimpften Deutschen stetig. Inzwischen haben mehr als eine Million Menschen ein Vakzin verabreicht bekommen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach wurden bis 15. Januar 1.048.160 Impfungen verabreicht, die Impfquote stieg auf 1,26 Prozent. Bislang wurde fast ausschließlich die erste von zwei Impfdosen gespritzt. Am Freitag hatten erstmals einige Menschen in einem Pflegeheim in Halberstadt in Sachsen-Anhalt auch die zweite Dosis erhalten.

Rund die Hälfte der Menschen wurde den RKI-Daten zufolge bislang aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Die meisten weiteren wurden aufgrund ihres Alters geimpft oder weil sie in einem Pflegeheim leben.

Die meisten Impfungen wurden in Bayern und Nordrhein-Westfalen vorgenommen. Ein Blick auf die Quote der Geimpften je 1000 Einwohner zeigt jedoch ein anderes Bild: Bei der sogenannten Impfquote liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 2,34 Prozent vor Schleswig-Holstein mit 1,92 Prozent. Schlusslicht ist Baden-Württemberg mit einer Quote von 0,90 Prozent hinter Thüringen mit 1,03 Prozent.

BioNTech/Pfizer-Impfungen werden einfacher

Bislang werden in Deutschland die Präparate von zwei Herstellern eingesetzt: BioNTech/Pfizer und Moderna. Nun wurde bekannt: Die Verabreichung des deutsch-amerikanischen Wirkstoffs könnte in Zukunft einfacher werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von BioNTech hervorgeht, kann das Präparat auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach von einer guten Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten nun flexibler organisieren. "Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie", sagte Spahn der Nachrichtenagentur dpa.

Tod von Seniorin - kein Zusammenhang mit Impfung

Nach einer Impfung im niedersächsischen Weyhe bei Bremen war am Mittwoch eine 90-Jährige gestorben. Rechtsmediziner konnten bei der Obduktion jedoch keinen Zusammenhang mit der Impfung feststellen. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibe jedoch noch abzuwarten, teilte der Landkreis Diepholz mit. Die Bewohnerin eines Altenpflegeheimes war am Mittwoch etwa eine Stunde nach der Impfung gestorben. Sie war mit dem Wirkstoff von BioNTech/Pfizer geimpft worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Januar 2021 um 01:26 Uhr.