Eine Frau zündet eine Kerze in der Fußgängerzone in Trier an | Bildquelle: RONALD WITTEK/EPA-EFE/Shuttersto

Nach Amokfahrt in Trier Haftbefehl wegen Mordes erlassen

Stand: 02.12.2020 15:12 Uhr

Nach der tödlichen Amokfahrt mit einem Auto in der Trierer Innenstadt kommt der dringend tatverdächtige Mann in Untersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft der rheinland-pfälzischen Stadt mit.

Der 51-jährige Autofahrer, der in der Innenstadt von Trier mit seinem Fahrzeug mehrere Menschen getötet haben soll, ist in Untersuchungshaft genommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Trier.

Der zur Tatzeit mit 1,4 Promille alkoholisierte Mann machte sowohl am Dienstag als auch heute Angaben gegenüber der Polizei. Diese seien aber wechselnd und in Teilen nicht nachvollziehbar. Daher hätten sich weder ein nachvollziehbares Motiv für die Tat herleiten lassen noch Einzelheiten zum Tathergang, erklärte der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als mehrfachen Mord, Mordversuch und gefährliche Körperverletzung ein.

Haftbefehl wegen Mordes gegen dringend Tatverdächtigen nach Amokfahrt in Trier erlassen
tagesschau 20:00 Uhr, 02.12.2020, Johanna Wahl, SWR

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Vernehmung soll fortgesetzt werden

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Amokfahrer ohne organisierten Hintergrund handelte. Die Vernehmung des Tatverdächtigen solle in den kommenden Tagen fortgesetzt werden, erklärte Fritzen. Einzelheiten sollten zunächst nicht mitgeteilt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.

Im Raum hatte auch gestanden, ob der von der Staatsanwaltschaft als psychisch auffällig beschriebene mutmaßliche Todesfahrer in die Psychiatrie statt in Untersuchungshaft kommt.

Polizei stoppte den Täter binnen Minuten

Der in Trier geborene Mann fuhr am Dienstagnachmittag mit einem PS-starken Sportgeländewagen in Schlangenlinien durch die Trierer Innenstadt und überfuhr wahllos Menschen. Fünf Menschen starben, unter ihnen ein neun Wochen altes Baby, drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren sowie ein 45 Jahre alter Mann - der Vater des getöteten Babys.

18 Menschen wurden verletzt, sechs davon schwer. Der Mann war nur vier Minuten nach der Alarmierung der Polizei gestoppt und festgenommen worden.

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