uf der Wochenstation an der Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe in Halle/Saale liegen zwei Neugeborenen nebeneinander.  | Bildquelle: dpa

Geburtenanstieg Es werden immer mehr Babys geboren

Stand: 28.03.2018 09:55 Uhr

In Deutschland sind erneut mehr Babys zur Welt gekommen. Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Geburten auf mehr als 792.000. Der Aufwärtstrend setzt sich damit im fünften Jahr in Folge fort.

In Deutschland bekommen Frauen immer mehr Kinder. Laut Statistischem Bundesamt kamen 2016 mehr als 792.000 Babys zur Welt. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit stieg die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. Die positive Entwicklung betrifft alle Bundesländer.

So stieg in den westdeutschen Flächenländern und in den Stadtstaaten die Zahl der Babys durchschnittlich um acht Prozent, in den ostdeutschen Ländern um vier Prozent.

Knapp 1,6 Kinder je Frau

607.500 neugeborene Kindern haben Mütter mit deutscher Staatsbürgerschaft, das waren drei Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen. Außerdem gibt es derzeit mehr potenzielle Mütter in diesem Alter.

Mehr als 184.600 Kinder, die im Jahr 2016 geboren wurden, haben Mütter mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent.

Insgesamt lag die Geburtenziffer im Jahr 2016 bei knapp 1,6 Kindern je Frau. Das ist der höchste seit 1973 gemessene Wert. 2015 betrug die Geburtenziffer noch 1,5 Kinder je Frau.

Mit der aktuellen Geburtenziffer rückte Deutschland ins europäische Mittelfeld auf. Die höchste Geburtenhäufigkeit in der EU hatten Frauen in Frankreich mit etwa 1,9, die niedrigste in Spanien und Italien mit 1,3 Kindern je Frau.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. März 2018 um 08:45 Uhr und 09:45 Uhr in den Nachrichten.

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