Ein Impfpass mit einer eingetragenen Impfung gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2. | dpa

Bericht des Gesundheitsministeriums Kinder-Impfungen wohl noch vor Weihnachten

Stand: 17.11.2021 19:57 Uhr

Ab dem 20. Dezember könnte die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen möglich sein - so die Erwartung des Gesundheitsministeriums. Über die Verteilung der ersten Lieferung des Kinder-Impfstoffs soll nun beraten werden.

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass ein Corona-Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wohl bis kurz vor Weihnachten verfügbar sein könnte. Eine mögliche Zulassung für diese Altersgruppe könne für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer noch im November erwartet werden, heißt es in einem Bericht des Ressorts zu den Bund-Länder-Beratungen. "Erstmalig verfügbar in Deutschland wird dieser Kinder-Impfstoff vorbehaltlich der Zulassung voraussichtlich ab dem 20. Dezember 2021 sein."

Über die Verteilung der ersten angekündigten Lieferung von rund 2,4 Millionen Dosen will das Ministerium demnach in den kommenden Tagen mit den Ländern, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pharma-Großhandel beraten.

9,2 Millionen Kinder unter zwölf Jahren

Impfungen bei Kindern sind in Deutschland bisher erst ab zwölf Jahren möglich, für 9,2 Millionen Kinder unter zwölf Jahren gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff. Ohne Impfschutz sind dem Ministerium zufolge altersübergreifend aktuell 24,8 Millionen Menschen in Deutschland.

In den USA hatte das BioNTech-Vakzin Ende Oktober eine Notfallzulassung für Fünf- bis Elfjährige erhalten, dort sind nach zwei Wochen bereits zehn Prozent der berechtigten Kinder mit einer ersten Dosis geimpft. Auch in Israel darf diese Altersgruppe nun geimpft werden.

In beiden Ländern wird der Impfstoff hier in zwei Impfungen mit einer Dosierung von jeweils zehn Mikrogramm verabreicht, das ist ein Drittel der bei Erwachsenen üblichen Dosierung.

Bis zu 25 Millionen Impf-"Booster" als Ziel

In Deutschland strebt die Regierung dem Bericht zufolge außerdem bis zum Jahresende 20 bis 25 Millionen Auffrischungsimpfungen an. "Dafür müssen sich bundesweit durchschnittlich drei Millionen Menschen in den kommenden Wochen für eine Auffrischimpfung entscheiden."

Neben dem individuellen Schutz zeigten internationale Daten besonders aus Israel den hohen Nutzen von Drittimpfungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Für Impfverstärkungen stünden ausreichend Impfstoffe zur Verfügung, erläutert das Ministerium. Angesichts des stark steigenden Bedarfs solle in den kommenden Wochen zusätzlich zum Präparat von BioNTech/Pfizer auch wieder vermehrt Impfstoff von Moderna dafür eingesetzt werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. November 2021 um 18:40 Uhr.