Menschen besuchen den Weihnachtsmarkt «Wienachtsdorf» auf dem Zürcher Sechseläutenplatz.  | picture alliance/dpa/KEYSTONE

Corona-Pandemie Schweiz und Polen werden Hochrisikogebiete

Stand: 03.12.2021 15:26 Uhr

Mit der Schweiz und Polen stuft Deutschland weitere Nachbarländer als Corona-Hochrisikogebiete ein. Wer ab Sonntag von dort einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung von Sonntag an die Schweiz und Polen als Hochrisikogebiete ein, wie das Robert Koch-Institut mitgeteilt hat. Wer aus diesen Ländern einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Mit der Schweiz ist ein beliebtes Winterreiseziel der Deutschen unter den neuen Hochrisikogebieten. Auch in der Alpenrepublik selbst greifen ab Samstag Auflagen für all jene, die einreisen. Auch Geimpfte und Genesene müssen dann einen negativen PCR-Test vorlegen und nach der Einreise einen weiteren Test machen. Lediglich Menschen aus den Grenzregionen der Nachbarländer sind ausgenommen.

Kostenlose Stornierung für Touristen

Deutschland stufte auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius als Hochrisikogebiete ein. Von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan und St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Mehr als 60 Hochrisikogebiete, acht Virusvariantengebiete

In der Europäischen Union hatte es im Spätsommer zwischenzeitlich gar keine Corona-Hochrisikogebiete gegeben. In den vergangenen Wochen wurden aber bereits zahlreiche EU-Staaten wieder auf die Risikoliste gesetzt, darunter auch die deutschen Nachbarländer Niederlande, Belgien und Österreich mit Ausnahme einzelner Gemeinden.

Insgesamt werden ab Sonntag weltweit wieder mehr als 60 Länder vom RKI ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete geführt. Hinzu kommen acht Virusvariantengebiete in Afrika, für die noch strengere Einreisebeschränkungen gelten. Sie waren wegen der Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in die höchste Risikokategorie eingestuft worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Dezember 2021 um 13:00 Uhr.