Laschet und Spahn beim CDU-Parteitag | CHRISTIAN MARQUARDT/POOL/EPA-EFE

Fragerunde beim CDU-Parteitag Spahn bedauert seinen Auftritt

Stand: 17.01.2021 13:03 Uhr

Statt die Fragerunde beim CDU-Parteitag für Fragen zu nutzen, hatte Jens Spahn Werbung für Armin Laschet gemacht. Das stieß auf Kritik und brachte Spahn selbst ein schlechtes Ergebnis ein. Am Tag danach gibt sich Spahn selbstkritisch.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen umstrittenen Auftritt beim digitalen CDU-Bundesparteitag bedauert, bei dem er die Fragerunde zu einem Plädoyer für Armin Laschet genutzt hatte. "Ich sehe im Nachhinein: Es war nicht das passende Format", schrieb der CDU-Politiker auf Twitter.

Er habe als Laschets Teampartner vor der Wahl des Parteichefs noch einmal für den NRW-Ministerpräsidenten werben wollen. "Das sorgte und sorgt bei manchen für Irritationen."

Spahn hatte sich gestern in der Fragerunde nach der Vorstellung der Kandidaten zu Wort gemeldet, aber gar keine Frage gestellt, sondern stattdessen für Laschet geworben: "Armin Laschet hat gezeigt, dass er das Land, dass er die Partei zusammenführen kann. Er lebt Zusammenhalt", so Spahn.

Schlechtes Ergebnis bei Wahl zum Vize

Mit diesem Überraschungsauftritt schoss er offenbar ein Eigentor: Bei der Wahl für einen der Stellvertreterposten erhielt er das mit Abstand schlechteste Ergebnis der fünf Bewerber. Dies wurde als die Quittung der Delegierten für seinen Auftritt interpretiert.

Laschet war gestern von den Delegierten zum Nachfolger von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt worden. Er ließ nach seiner Wahl zunächst offen, ob er auch Kanzlerkandidat werden will. Diese Frage will Laschet im Frühjahr mit der CSU klären. Als mögliche Anwärter für die Kanzlerkandidatur gelten auch CSU-Chef Markus Söder - und Spahn.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Januar 2021 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.