Die deutsche Flagge als Aufnäher auf dem Ärmel einer Bundeswehr-Uniform | Bildquelle: dpa

Spionage in der Bundeswehr? Bundesregierung protestiert beim Iran

Stand: 16.01.2019 20:32 Uhr

Im Fall des mutmaßlichen Spions bei der Bundeswehr, der für den iranischen Geheimdienst tätig gewesen sein soll, hat sich auch die Bundesregierung eingeschaltet - mit offiziellem Protest beim Iran.

Wegen des Verdachts eines mutmaßlichen Spions in der Bundeswehr, der Informationen an den Iran weitergegeben haben soll, hat die Bundesregierung offiziell bei der iranischen Staatsführung protestiert.

Bereits am Dienstag habe das Auswärtige Amt den Fall "gegenüber dem iranischen Geschäftsträger unmissverständlich angesprochen und unsere große Sorge über die mutmaßliche Agententätigkeit zum Ausdruck gebracht", hieß es am Mittwoch aus dem Ministerium.

Sensible Infos an Geheimdienst Mois geliefert

Zuerst hatte die "Spiegel" über den möglichen Spioangefall berichtet. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den deutsch-afghanischen Staatsangehörige Abdul Hamid S. Er soll als Sprachauswerter und landeskundlicher Berater für die Bundeswehr tätig gewesen sein und sensible Informationen, etwa über den Einsatz in Afghanistan, an den iranischen Geheimdienst Mois weitergegeben haben.

Der 50-Jährige wurde am Dienstag im Rheinland verhaftet. Der Haftbefehl gegen ihn war bereits Anfang Dezember erlassen worden.

Über dieses Thema berichtete SWR Rheinland-Pfalz am 16. Januar 2019 um 19:30 Uhr.

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