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Nach Corona-Einbruch Deutsche Wirtschaft wächst um 8,2 Prozent

Stand: 30.10.2020 10:37 Uhr

Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer trotz Corona-Krise gewachsen. Laut Statistischem Bundesamt stieg das BIP zwischen Juli und September um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Wirtschaftsminister Altmaier rechnet für 2020 allerdings mit einem Rückgang von 5,5 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft meldet sich nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr wieder zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum Juli bis September gegenüber dem Vorquartal kräftig um 8,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Damit ist Europas größte Volkswirtschaft allerdings noch nicht über den Berg. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, dem Vierteljahr vor der globalen Corona-Krise, lag das BIP um 4,2 Prozent niedriger.

Höhere private Konsumausgaben

Getragen wurde das Wachstum im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal den Angaben zufolge von höheren privaten Konsumausgaben und stark gestiegenen Exporten. Zudem investierten Unternehmen mehr in Maschinen und Ausrüstungen.

Im zweiten Vierteljahr war das BIP dramatisch eingebrochen, nachdem das öffentliche Leben coronabedingt in weiten Teilen heruntergefahren worden war. Bereits zum Jahresanfang war die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft gegenüber dem Vorquartal gesunken.

Teil-Lockdown könnte Aufschwung ausbremsen

Steigende Corona-Neuinfektionen und der jüngst beschlossene Teil-Lockdown im November könnten den Aufschwung Ökonomen zufolge zum Jahresende ausbremsen. Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, erwartet deutliche wirtschaftliche Einbußen für die deutsche Volkswirtschaft. Die Schäden dürften zwar kleiner ausfallen als während des Lockdowns in den Monaten März und April. Allerdings werde das Wachstum im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal vermutlich zum Stillstand kommen.

Regierung: BIP-Rückgang für 2020 um 5,5 Prozent

Die Bundesregierung rechnet für das Gesamtjahr 2020 aufgrund des historischen Einbruchs in der Corona-Krise mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,5 Prozent. Wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Rahmen der Herbstprojektion der Bundesregierung mitteilte, wird für 2021 ein BIP-Anstieg um 4,4 Prozent erwartet; für 2022 ein Plus von 2,5 Prozent. Das Vorkrisenniveau werde demnach frühestens zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder erreicht werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Oktober 2020 um 12:00 Uhr.

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