Bergunsgtrupps auf White Island im Einsatz | Bildquelle: AP

Neuseeland Zahl der Vulkan-Opfer erhöht sich auf 18

Stand: 15.12.2019 11:55 Uhr

Die Zahl der Toten nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland hat sich auf 18 erhöht - eine Frau erlag ihren schweren Verletzungen. Taucher suchen weiterhin nach zwei Vermissten. Inzwischen sind einige Todesopfer identifiziert.

Knapp eine Woche nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island haben die Behörden ein weiteres Todesopfer gemeldet: Die neuseeländische Polizei teilte mit, die Zahl liege nun bei 18 Toten. Demnach starb eine Australierin, die nach dem Unglück in ein Krankenhaus in Sydney geflogen worden war, an ihren lebensgefährlichen Verletzungen.

Zahl der Vulkan-Opfer in Neuseeland steigt
tagesschau 20:00 Uhr, 15.12.2019

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Australier und US-Bürger unter den Todesopfern

Wie die Polizei mitteilte, wurden mittlerweile sieben Todesopfer identifiziert, darunter vier Australier, zwei US-Staatsbürger mit ständigem Wohnsitz in Australien sowie ein neuseeländischer Touristenführer, der am Montag zum Zeitpunkt des Ausbruchs mit den Touristen auf der Vulkaninsel unterwegs war.

Die Polizei bereitet weitere Tauchgänge auf der Suche nach Überlebenden des Vulkanausbruchs vor. | Bildquelle: AP
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Die Sicht für Taucher unter Wasser liegt laut Polizei zwischen "null und zwei Metern".

Ein Rettungsteam landet an seiner Basisstation. | Bildquelle: via REUTERS
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Rückkehr vom Einsatz: Suchtrupps müssen ihre Kleidung jedes Mal entgiften.

26 Verletzte werden nach Behördenangaben noch in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt. Die meisten von ihnen schweben wegen schwerster Verbrennungen weiter in Lebensgefahr. Die Brandverletzungen seien so schwer, dass Neuseeland nach Angaben von Medizinern Haut für Transplantationen aus dem Ausland einführen musste. 

Sicht im Wasser zwischen "null und zwei Metern"

Taucher setzten ihre Suchaktionen nach zwei Vermissten, deren Leichen noch nicht geborgen werden konnten, unter schwierigen Bedingungen fort. Nachdem eine Suche auf der Insel erfolglos geblieben war, kehrten sie laut Polizei auf das Meer zurück, um im Wasser weiterzusuchen. Die Sicht unter Wasser liege zwischen "null und zwei Metern".

Vize-Polizeichef Mike Clement sagte, die Leichen könnten aus dem Bach, in dem sie zuletzt am Montag gesehen wurden, ins Meer gespült worden sein. Er verstehe, wie frustrierend es für die Angehörigen sei, dass die Leichen noch nicht geborgen werden konnten. Die Polizei habe aber nach wie vor Hoffnung. "Wir geben nicht so leicht auf", sagte Clement.

Wissenschaftler warnten, die Luft auf der Insel sei immer noch so giftig, dass ein einzelner ungeschützter Atemzug tödlich sein könne. Suchtrupps und Taucher müssen ihre Kleidung nach ihren Einsätzen jedes Mal entgiften.

Insgesamt hatten sich zum Zeitpunkt der Eruption am Montag 47 Touristen und Reiseführer auf der Insel etwa 50 Kilometer vor der Küste der neuseeländischen Nordinsel aufgehalten.

Wahrscheinlichkeit neuer Eruption gering - Risiko bleibt

Laut Wissenschaftlern, die die seismologischen Aktivitäten auf der Insel überwachen, nahm die Wahrscheinlichkeit einer neuen Eruption am Wochenende ab - das Risiko blieb aber bestehen. Demnach wurde die Gefahrenstufe zwei beibehalten, wonach sich der Vulkan in einem "moderaten bis erhöhten Unruhezustand mit Ausbruchspotenzial" befand.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. Dezember 2019 um 12:00 Uhr.

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