Ein vermummter Demonstrant steht in Caracas vor einem umgekippten Autowrack. | Bildquelle: AP

Venezuela Ein Land gegen Maduro

Stand: 23.01.2019 09:05 Uhr

Die Opposition Venezuelas hat heute zu Massendemonstrationen gegen Staatschef Maduro aufgerufen. Der sieht die Schuld für die Krise jedoch nicht bei sich, sondern macht jemand ganz anderen verantwortlich.

In Venezuela spitzt sich die politisch angespannte Lage zwischen Regierungsgegnern und der Staatsführung unter Präsident Nicolás Maduro immer mehr zu. Die Opposition hat zu Massenprotesten gegen den umstrittenen Staatschef aufgerufen. Es werden gewaltsame Ausschreitungen befürchtet.

Im Gegenzug rief die Regierung unter Maduro ihre Anhänger auf, ebenfalls auf die Straße zu gehen. Maduro ist seit dem 10. Januar im Amt. Er ist nicht nur im eigenen Land heftig umstritten, auch die USA, die EU und mehrere lateinamerikanische Länder erkennen seine Wahl zum Staatschef nicht an.

Opposition ruft zu Massendemonstrationen gegen Maduro auf
tagesschau 09:00 Uhr, 23.01.2019

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Seit Wochenbeginn gewaltsame Ausschreitungen

Bereits in den vergangenen Tagen war es wiederholt zu Gewalt und Zusammenstößen gekommen. Am Montag war eine versuchte Meuterei der Nationalgarde niedergeschlagen worden. Vor allem in ärmeren Vierteln der Hauptstadt Caracas kam es daraufhin zu Protesten, Straßenbarrikaden wurden errichtet und angezündet.

Auch am Dienstagabend forderten Gegner Maduros dessen Rücktritt und gingen auf die Straße. In der südvenezolanischen Stadt San Félix setzten Anwohner eine Statue des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez in Brand. Chávez hatte Maduro zu seinem Nachfolger ernannt. Sicherheitskräfte und die Polizei rückten gegen die Protestierenden vor und setzten teilweise Tränengas ein.

Die Opposition strebt die Absetzung Maduros an, um anschließend eine Übergangsregierung einzusetzen, bis Neuwahlen abgehalten werden können. Unterstützung erhält die regierungskritische Seite auch von der Kirche des Landes. Mehrere Bischöfe appellierten im Vorfeld der Massendemonstrationen an das Militär, die Bürger zu schützen.

Maduro wirft USA "Staatsstreich" vor

Maduro selbst machte derweil die USA für die politische Eskalation im eigenen Land mitverantwortlich. Die US-Regierung habe einen "faschistischen Staatsstreich" in Venezuela angeordnet. Er forderte seinen Außenminister Jorge Arreaza auf, die Beziehungen zu den USA vollständig auf den Prüfstand zu stellen.

Weitere Regierungsmitglieder stimmten in die Vorwürfe Maduros ein: Jorge Rodriguez warf US-Vizepräsident Mike Pence vor, er habe "Terroristen" dazu aufgefordert, während der angekündigten Proteste Gewalttaten zu begehen. Auch Delcy Rodriguez, venezuelanische Vize-Präsidentin, warnte die USA, ihr Land werde die Einmischung in eigene innere Angelegenheiten nicht hinnehmen.

Zuvor hatte Pence in einer per Twitter verbreiteten Videobotschaft den Regierungsgegnern in Venezuela Unterstützung zugesichert. Er bezeichnete Maduro als "Diktator ohne legitimen Anspruch auf die Macht". Es sei lobenswert, dass "die guten Menschen" in Venezuela sich Gehör verschaffen wollten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Januar 2019 um 09:00 Uhr.

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