Randolph Alles | Bildquelle: REUTERS

Chef des Secret Service Noch ein US-Spitzenbeamter geht

Stand: 08.04.2019 21:55 Uhr

Es bleibt unruhig im US-Heimatschutzministerium. Am Sonntag hatte Ministerin Nielsen ihren Rückzug angekündigt, und nur einen Tag später wird bekannt: Auch der Chef des Secret Service wird seinen Posten räumen.

Das Stühlerücken im US-Heimatschutzministerium geht weiter. Einen Tag nach der Mitteilung, dass Ministerin Kirstjen Nielsen das Haus verlassen wird, gab Regierungssprecherin Sarah Sanders das Ausscheiden des Direktors des Secret Service, Randolph Alles, bekannt. Dieser werde in Kürze sein Amt aufgeben.

Gründe wurden - wie im Fall von Nielsen - nicht genannt. Der Secret-Service-Chef ist der Ministerin unterstellt. Die Behörde ist, anders als es der Name vermuten lässt, kein Geheimdienst, sondern für die Strafverfolgung zuständig und auch für den Schutz des Präsidenten und anderer Politiker.

Verena Bünten, ARD Washington, zum Rücktritt der US-Spitzenbeamten
nachtmagazin 00:15 Uhr, 09.04.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die Unzufriedenheit wächst

Nielsen galt zwar als Hardlinerin und hatte Mitte 2018 mit der Politik der Trennung von illegal zugewanderten Familien an der Grenze zu Mexiko für Schlagzeilen gesorgt. Dennoch stand das Ministerium im Mittelpunkt wachsender Unzufriedenheit von US-Präsident Donald Trump mit der Bekämpfung illegaler Einwanderung. Nach Medienberichten wurde Nielsen intern vorgeworfen, der Lage an der Grenze nicht Herr zu werden. Trump habe sie dafür verantwortlich gemacht, dass die Zahl illegaler Grenzübertritte zuletzt angestiegen war. Ihr Rückzug sei deshalb nicht freiwillig, sondern auf Drängen des Präsidialamtes geschehen.

Kurz zuvor hatte das Weiße Haus überraschend die Nominierung von Ronald Vitiello als Direktor der Polizeibehörde ICE zurückgezogen. Die Behörde ist für die Festnahme von Einwanderern ohne Papiere zuständig. Trump hatte als Grund für die Entscheidung angegeben, er wolle eine härtere Richtung einschlagen. Nielsen soll Vitiello als Kandidat unterstützt haben. Außerdem galt sie als Vertraute ihres Vorgängers John Kelly, der sich als Stabschef mit Trump überwarf und zum Jahreswechsel sein Amt aufgab.

Der Sender CBS News berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, Nielsens Abgang sei Teil eines größeren personellen Umbaus im Heimatschutzministerium, der auf Trumps Berater Stephen Miller zurückgehe. Miller ist ein Hardliner in der Einwanderungspolitik und gilt als einer der Strategen hinter Trumps Kurs.

Unerfülltes Versprechen

Die Bekämpfung illegaler Einwanderung war eines der zentralen Wahlkampfversprechen Trumps. Bei seinem Vorhaben, eine Mauer zu errichten, ist er bislang aber kaum vorangekommen.

So verweigerte ihm der Kongress die von ihm geforderte Summe für die Mauer, weswegen Trump einen Nationalen Notstand verhängte, um das Geld aus anderen Töpfen zu bekommen. Dies ist aber rechtlich umstritten.

1/34

Trumps Personalkarussell

Rauswurf, Rücktritt, Austausch: Seit dem Amtsantritt Trumps hat es in der US-Regierung viele Personalwechsel gegeben.

Donald Trump

Seit dem Amtsantritt Donald Trumps hat es im Apparat der US-Regierung viele Entlassungen, Personalwechsel und Rücktritte gegeben. Hier eine Auswahl: | Bildquelle: AP

Direktor des Secret Service muss Posten räumen
Martin Ganslmeier, ARD Washington
08.04.2019 23:17 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 08. April 2019 um 23:00 Uhr.

Darstellung: