60 Jahre Nasa | Bildquelle: dpa

US-Regierung forciert Mission Schneller zurück auf den Mond

Stand: 27.03.2019 09:02 Uhr

Die USA wollen noch innerhalb der nächsten fünf Jahre Astronauten auf den Mond schicken - schneller als bisher geplant. Vizepräsident Pence macht deshalb Druck auf die NASA.

Von Sebastian Schreiber, ARD-Studio Washington

Vor knapp 50 Jahren stand das erste Mal ein Mensch auf dem Mond - vor fast 47 Jahren das letzte Mal. Geht es nach US-Vizepräsident Mike Pence, ist der Wettlauf zum Mond aber nicht vorbei. Nur die Herausforderungen seien größer, so Pence.

Nach dem Willen der US-Regierung sollen bald wieder amerikanische Astronauten zum Erdtrabanten fliegen. Schneller als bisher geplant: Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte eine Mondlandung für das Jahr 2028 angepeilt - doch nun soll das schon bis 2024 geschehen.

US-Vizepräsident Mike Pence beim Nationalen Raumfahrtrat. | Bildquelle: AP
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US-Vizepräsident Pence beim Nationalen Raumfahrtrat.

Nächster Halt: Mars

US-Vizepräsident Pence versprach, dass sowohl die erste Frau und als auch der nächste Mann auf dem Mond amerikanische Astronauten sein werden. Der Plan sei eine offizielle Vorgabe von US-Präsident Donald Trump. Ziel der Mission sei es, auf den Mond zurückzukehren, dort eine Basis errichten und die Technologie zu entwickeln, US-Astronauten zum Mars zu bringen.

Pence forderte die NASA auf, härter an einer neuen Mondmission zu arbeiten. Die Behörde müsse schlanker und agiler werden. Pence sagte, wenn das nötig sei, greife man auf die Unterstützung privater Raumfahrtunternehmen zurück. NASA-Chef Jim Bridenstine versicherte, er werde alles tun, die Frist einzuhalten.  

Der Plan der US-Regierung gilt als große Herausforderung. Für eine Mission zum Mond muss ein geeignetes Landefahrzeug gebaut und getestet werden. Raumfahrtexperten sind skeptisch, ob das innerhalb weniger Jahre gelingen kann.

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60 Jahre NASA - die Geschichte der US-Raumfahrt

60 Jahre Nasa:

Am 29. Juli 1958 unterzeichnete US-Präsident Eisenhower (mitte) das "National Aeronautics and Space"-Gesetz und gründete damit die NASA. Er hatte entschieden, dass das zivile Raumfahrtprogramm der USA durch eine Raumfahrtorganisation durchgeführt werden soll. Er trieb die Gründung voran, da es der Sowjetunion bereits ein Jahr zuvor gelungen war, den Satelliten "Sputnik I" ins Weltall zu bringen. Am 1. Oktober 1958 nahm die NASA unter dem Chef Keith Glennan (rechts) ihre Arbeit auf. | Bildquelle: NASA

US-Regierung will Astronauten in den nächsten fünf Jahren zum Mond schicken
Sebastian Schreiber, ARD Washington
27.03.2019 08:15 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. März 2019 um 06:31 Uhr.

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