Eine Schwimmweste treibt auf dem Mittelmeer | Bildquelle: AP

UNHCR-Bilanz für 2018 Mehr als 2200 Flüchtlinge ertrunken

Stand: 03.01.2019 11:34 Uhr

Die Zahlen sind etwas niedriger als im Vorjahr - aber noch immer gewaltig: Im vergangenen Jahr starben auf dem Mittelmeer laut UNHCR mehr als 2200 Flüchtlinge bei der Überfahrt nach Europa. Hauptzielland war Spanien.

Mehr als 2200 Flüchtlinge sind nach UN-Angaben im vergangenen Jahr im Mittelmeer gestorben. Die Zahl der Toten oder als vermisst gemeldeten Menschen liege bei 2262, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Im Vorjahr waren demnach 3139 Todes- oder Vermisstenfälle registriert worden.

Flucht über das Mittelmeer 2018: UN zählen mehr als 2200 Tote
tagesschau24 12:00 Uhr, 03.01.2019

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Die Gesamtzahl der über das Meer nach Europa gekommenen Menschen ging laut den Angaben von 172.301 im Jahr 2017 auf 113.482 zurück. 2015 waren noch mehr als eine Million Menschen über das Meer nach Europa gelangt.

Inzwischen haben sich die Flüchtlingsrouten verschoben: Die meisten Flüchtlinge kamen 2018 laut UNHCR in Spanien an. Zuvor waren Italien und Griechenland die Hauptankunftsländer gewesen.

Migranten warten nach ihrer Ankunft im spanischen Malaga vor einem Zelt des Roten Kreuzes. | Bildquelle: dpa
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Migranten warten nach ihrer Ankunft in Málaga vor einem Zelt des Roten Kreuzes. Insgesamt kamen 2018 laut UNHCR rund 113.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer in Europa an.

Hunderte Menschen in den vergangenen Tagen gerettet

Die spanische Küstenwache rettete allein an den ersten beiden Tagen dieses Jahres schon mehr als 320 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Am Neujahrstag seien 111 und am Mittwoch 214 weitere Menschen in Sicherheit gebracht worden, sagte eine Sprecherin.

Am Montag wurden 180 Flüchtlinge vor der Küste Maltas gerettet. 152 von ihnen saßen an Bord eines Holzbootes, das in Seenot geraten war. Bei einem zweiten Rettungseinsatz seien 28 weitere Bootsinsassen in Sicherheit gebracht worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Januar 2019 um 11:00 Uhr.

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