Trümmer in einer Straße in der türkischen Stadt Dereli | Bildquelle: picture alliance/dpa

An der Schwarzmeerküste Mehrere Tote bei Überflutung in der Türkei

Stand: 23.08.2020 21:19 Uhr

Überschwemmungen an der türkischen Schwarzmeerküste haben für schwere Verwüstungen gesorgt. Rund 100 Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Sechs Menschen starben. Weitere Personen werden noch vermisst.

Bei Überschwemmungen an der türkischen Schwarzmeerküste sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des türkischen Innenministers, Süleyman Soylu, ist darunter ein Polizist, dessen Fahrzeug von den Fluten fortgerissen wurde.

Zehn weitere Personen würden noch vermisst. Zu ihnen gehörten ein Baggerfahrer und vier weitere Polizisten, deren Fahrzeuge in eine Schlucht gestürzt seien. Bislang seien 153 Personen gerettet worden. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte: "So Gott will, werden wir Zerstörung und Verwüstung hier schnell überwinden."

98 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten

Soylu zufolge waren rund 100 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten und fast 40 ohne Strom. Das Wasser habe 17 Gebäude zerstört und mehr als 360 beschädigt. In der Provinz Rize 180 Kilometer weiter östlich wurden nach Erdrutschen mehrere Wohnhäuser geräumt. An der Schwarzmeerküste sind derzeit viele Saisonarbeitskräfte in der Tee- und Haselnussernte im Einsatz und übernachten in Lagern.

In der Gegend um die Stadt Dereli in der Provinz Giresun hatte es zuvor zu heftige Regenfälle gegeben. Landwirtschaftsminister Bekir Pakdemirli sagte, binnen weniger als 24 Stunden seien 127 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Fernsehbilder zeigten, wie die Wassermassen Fahrzeuge und Trümmer durch die Stadt schwemmten, die etwa 20 Kilometer von der Küste entfernt im Gebirge liegt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. August 2020 um 20:00 Uhr.

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