Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un und US-Präsident Trump sitzen nebeneinander am Tisch. | AFP

Gemeinsame Erklärung Trump und Kim unterzeichnen Vereinbarung

Stand: 12.06.2018 09:24 Uhr

US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Zuvor hatten sie sich auf der Insel Sentosa zum ersten Mal getroffen. Laut Trump lief das Gespräch "fantastisch".

US-Präsident Donald Trump hat eine gemeinsame Abschlusserklärung mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un in Singapur unterzeichnet. "Wir fühlen uns beide sehr geehrt", erklärte Trump. "Wir haben beschlossen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen", sagte Kim Jong Un. Die Staatschefs gaben sich die Hand, bevor sie unterschrieben.

Der Inhalt des Dokuments ist noch nicht veröffentlicht. Der Text wurde jedoch von Journalisten während der Unterzeichnung fotografiert. Genannt werden darin vier Verpflichtungen. Neben der "vollständigen nuklearen Abrüstung der Koreanischen Halbinsel" will man gemeinsam einen dauerhaften und stabilen Frieden erreichen. Außerdem wollen die USA und Nordkorea neue Beziehungen aufbauen und die sterblichen Überreste von Kriegsgefangenen und Vermissten zurückführen.

Trump lobt das Treffen als fantastisch

Trump sagte, die Denuklearisierung Nordkoreas werde sehr bald beginnen. Zuvor hatte er erklärt, die Zusammenkunft sei "besser gelaufen als irgendjemand erwarten konnte". Das Treffen sei fantastisch gewesen, es habe sehr viel Fortschritt gegeben.

Die Zusammenkunft ist historisch, noch nie haben sich ein amtierender US-Präsident und ein Staatschef Nordkoreas getroffen. Ein gemeinsames Mittagessen war der letzte offizielle Punkt auf der Agenda, ehe beide die Heimreise antraten.

Bei dem historischen Gipfel in Singapur wollten Trump und Kim über die nukleare Abrüstung Nordkoreas sowie einen Weg zum Frieden auf der Koreanischen Halbinsel beraten. Süd- und Nordkorea befinden sich formal noch im Kriegszustand: Der Koreakrieg von 1950 bis 1953 endete mit einem Waffenstillstandsabkommen, nicht mit einem Friedensvertrag.

Historischer Handschlag

Trump und Kim hatten sich nach ihrer ersten Zusammenkunft für ein Gespräch unter vier Augen zurückgezogen, nur von Dolmetschern begleitet. Danach fanden Verhandlungen mit Beratern statt. Bereits kurz nach der Begrüßung sagte Trump, er glaube, dass er eine "großartige Beziehung" mit dem Machthaber haben werde.

Auch Kim zeigte sich erfreut über den Gipfel. Sie seien hier, nachdem sie alle Hindernisse überwunden hätten, sagte er, und verwies auf falsche Vorurteile und Praktiken, "die manchmal unsere Augen und Ohren verschlossen haben". Viele Menschen weltweit würden das Treffen wohl für eine Szene "aus einem Science-Fiction-Film" halten, sagte Kim.

Bilderstrecke

Das Treffen von US-Präsident Trump mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 12. Juni 2018 um 07:11 Uhr.

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KOMMENTARE

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concern 12.06.2018 • 16:23 Uhr

Trump the destroyer

Also die größten destroyer sehe ich eher im Umfeld unserer Presse. Egal ob bei der Annäherung South- North Corea bei Olympia, der ständigen gebetmuehlenartigen, negativen Berichterstattungen über den World Cup in Russland 2018 ( da habe ich noch keinen positiven Beitrag gelesen) oder jetzt die Annäherung USA -Nordkorea. Alles wird negativ betrachtet. Meiner Meinung nach könnten die satten Journalisten und auch unser Aussenminister sich von dem 72 jährigen Präsidenten Herrn Trump etliches absehen wie man flexibel reagiert und die Leser /Seher nicht mit Halb- und Unwahrheiten Sand in Augen und Ohren streut.