Brett Kavanaugh im Capitol Hill in Washington. | Bildquelle: AP

Trumps Richterkandidat Neue Vorwürfe gegen Kavanaugh

Stand: 24.09.2018 07:23 Uhr

Gegen Trumps Richterkandidaten Kavanaugh gibt es neue Belästigungsvorwürfe durch eine zweite Frau. Der Republikaner gerät damit weiter unter Druck. Am Donnerstag wird es im US-Senat spannend.

Gegen den Anwärter für einen vakanten Richterposten am Obersten Gerichtshof der USA hat eine weitere Frau den Vorwurf sexuellen Fehlverhaltens erhoben.

In einem Bericht des Magazins "The New Yorker" beschuldigt sie den Kandidaten Brett Kavanaugh, sich in ihrer gemeinsamen Zeit an der Eliteuniversität Yale während einer Party in einem Studentenwohnheim entblößt und seinen Penis in ihr Gesicht gedrückt zu haben. Der Vorfall soll sich im Studienjahr 1983/1984 zugetragen haben, als Kavanaugh Erstsemester in Yale war. Die Frau war damals seine Kommilitonin.

Die Zeitung berichtet, dass die Demokraten im Senat bereits mit einer Untersuchung der neuen Anschuldigung begonnen hätten. Kavanaugh bestritt umgehend auch die neuen Vorwürfe. Zu dem beschriebenen Vorfall sei es nicht gekommen, teilte er in einer durch das Präsidialamt verbreiteten Erklärung mit. "Das ist eine Schmutzkampagne, schlicht und einfach". Eine Sprecherin des Präsidialamts sprach von einer "Schmutzkampagne der Demokraten, die darauf abziele, einen guten Mann niederzumachen."

Neue Anschuldigungen gegen Brett Kavanaugh
tagesschau 17:00 Uhr, 24.09.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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Aussage am Donnerstag

Es gibt bereits Vorwürfe gegen Kavanaugh. Dabei geht es um den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung. Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford wirft ihm vor, sie vor mehr als 30 Jahren während einer Hausparty in Maryland auf ein Bett gedrückt, begrapscht und versucht zu haben, sie auszuziehen. Auch diese Vorwürfe streitet Kavanaugh ab.

Voraussichtlich am Donnerstag will Ford vor dem zuständigen Senatsausschuss aussagen. Ford werde ihre Kenntnisse über Kavanaughs sexuelles Fehlverhalten zur Verfügung stellen. Das teilten die Anwältinnen der Frau am Wochenende mit.

Vorher müssten aber noch letzte Details geklärt werden. Dass Kavanaugh während der Aussage Fords den Raum verlassen müsse, sagte der republikanische Justizausschussvorsitzende Chuck Grassley aber bereits zu. Zudem sollten ihr Sicherheitskräfte zur Verfügung gestellt werden.

US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP
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Wird sich Trump mit seinem Kandidaten durchsetzen? Das Verfahren stockt wegen der Vorwürfe.

US-Präsident Donald Trump hatte Kavanaugh als Richter für den Supreme Court vorgeschlagen. Die Berufung des erzkonservativen Juristen an den Supreme Court schien bereits sicher. Das änderte sich jedoch, als Ford sich an die Öffentlichkeit wandte. Seitdem stockt das Bestätigungsverfahren durch den US-Senat.

Glaubwürdigkeit Fords infrage gestellt

Trump hatte in mehreren Tweets die Glaubwürdigkeit Fords infrage gestellt und den beschuldigten Richter erneut in Schutz genommen. Auf Twitter schrieb Trump, er habe keine Zweifel: "Sollte der Angriff auf Dr. Ford wirklich so schlimm gewesen sein, wie sie sagt, hätten schon damals entweder sie oder ihre liebevollen Eltern Anklage bei den örtlichen Strafverfolgungsbehörden eingereicht."

Mit diesen Äußerungen hatte er heftige Proteste ausgelöst. Unter dem Hashtag #WhyIDidntReport solidarisierten sich Zehntausende Frauen und Männer mit Ford. Auf Twitter teilten sie ihre persönlichen Missbrauchserfahrungen mit und legten offen, warum sie diese nicht zur Anzeige gebracht hatten.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. September 2018 um 06:42 Uhr.

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