Tropenkrankheit: Mücken im Pasteur-Institut in Paris, die dort zu Forschungszwecken gezüchtet werden. | Bildquelle: AFP

Bilanz der WHO Erfolge gegen Tropenkrankheiten

Stand: 19.04.2017 05:17 Uhr

Gute Nachrichten aus Genf: Die WHO meldet Erfolge gegen schwere Tropenkrankheiten wie Dengue-Fieber und die Schlafkrankheit. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit Pharmafirmen und Stiftungen wie der von Bill Gates.

Die Weltgesundheitsorganisation meldet Erfolge im Kampf gegen schwere Tropenkrankheiten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Pharmaunternehmen seien in den vergangenen Jahren "beispiellose Fortschritte" erzielt worden, teilte WHO-Chefin Margaret Chan mit.

2012 hatten WHO, Regierungen, Hilfsorganisationen und Pharmakonzerne in der "Londoner Erklärung" einen gemeinsamen Kampf gegen 18 Krankheiten vereinbart. Bei diesen Krankheiten handelt es sich um Leiden wie Dengue-Fieber, die Schlafkrankheit oder den parasitären Guinea-Wurm. Zwar stehen effektive Therapien zur Verfügung, die den zumeist armen Patienten wegen der für sie hohen Kosten aber nicht zugänglich waren.

Tropenkrankheit: Wissenschaftlerin im Insektarium des Pasteur-Instituts in Paris | Bildquelle: AFP
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Wissenschaftlerin im Insektarium des Pasteur-Instituts in Paris

Guinea-Wurm, Schlafkrankheit und Flussblindheit

Bei einigen der schlimmsten Krankheiten vermeldete die WHO nun große Erfolge: Im vergangenen Jahr seien nur noch 25 Fälle von Infektionen mit dem Guinea-Wurm registriert worden, der sich durch den Körper des Infizierten frisst. 1989 hatte es noch 900.000 Infizierte gegeben.

Gute Nachrichten gibt es auch bei der Bekämpfung der Schlafkrankheit: Habe es 1989 noch 37.000 Fälle gegeben, sei die Zahl bis 2015 auf 2804 gesunken, so die WHO. Auf zivilgesellschaftlicher Seite war die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates führend an der Kooperation beteiligt. Gates sprach angesichts der Ergebnisse von einem "Meilenstein in der globalen Gesundheit".

Insgesamt hätten 2015 etwa eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern eine vorbeugende Behandlung oder eine Therapie gegen Flussblindheit, Elefantiasis oder andere derartige Krankheiten erhalten, teilte Chan mit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. April 2017 um 04:59 Uhr.

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