Rip Torn | Bildquelle: REUTERS

"Men in Black"-Darsteller US-Schauspieler Rip Torn gestorben

Stand: 10.07.2019 12:26 Uhr

Rip Torn ist tot. Der US-Schauspieler starb im Alter von 88 Jahren. Beim deutschen Publikum war er vor allem durch seine Rolle in den Filmen der "Men in Black"-Reihe bekannt.

Der US-Schauspieler und Emmy-Gewinner Rip Torn ist tot. Er sei am Dienstag friedlich im Beisein seiner Familie in Lakeville im Bundesstaat Connecticut verstorben, erklärte Torns Agent Rick Miramontez. 

In seiner sieben Jahrzehnte umspannenden Film- und TV-Karriere deckte er als Charakterdarsteller eine breite Palette ab. In seiner Frühphase fiel er eher mit düsteren und bedrohlichen Figuren auf. In der Spätphase seiner Karriere hatte er auch Erfolg im Komödienfach - etwa mit Rollen in der "Men in Black"-Filmreihe an der Seite von Will Smith und Tommy Lee Jones.

Szene aus dem Film ''Men in Black'' | Bildquelle: imago/Prod.DB
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Rip Torn (M.) in einer Szene aus dem Film ''Men in Black'' mit den Schauspielern Will Smith (l.) und Tommy Lee Jones (r.).

Ungewöhnlicher RIP-Spitzname

Auf die Welt kam er im Jahr 1931 als Elmore Rual Torn in Texas. Den ungewöhnlichen Vornamen Rip legte sich der Schauspieler in seiner Kindheit zu - und folgte damit einer Tradition seines Vaters und eines Onkels. Zu Beginn seiner Laufbahn als Theaterschauspieler in New York machte er sich damit immer wieder zur Zielscheibe des Spotts, seine Schauspielkommilitonen drängten ihn zu einer Namensänderung. Doch wollte der für seine Sturheit bekannte Freigeist aus Texas davon nichts wissen.

Mit einer Reihe starker Darbietungen erspielte sich Torn schließlich Respekt bei Branchenkollegen. Neben Marlon Brando, Paul Newman und James Dean zählte er aus Expertensicht zu einer Nachkriegsgeneration von Darstellern, die ihre Kunst mit einem scharfen Sinn für Realismus verbanden. Sein Filmdebüt feierte er 1956 in der Filmadaption "Baby Doll - Begehre nicht des anderen Weib". Weitere Rollen hatte Torn später unter anderem in Hollywood-Produktionen wie "Süßer Vogel Jugend", "Cincinnati Kid" und "Cross Creek".

Lästereien über schwierige Zusammenarbeit

Torn zeigte zudem politisches Engagement. 1963 nahm er mit dem Autor James Baldwin, Starentertainer Harry Belafonte und anderen bekannten Bürgerrechtlern an einem Treffen mit dem damaligen Justizminister Robert F. Kennedy teil, bei dem hitzig und offen über den Umgang mit der schwarzen Bevölkerung in den USA debattiert wurde.

Rip Torn | Bildquelle: picture-alliance/ dpa
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Rip Torn: "In all meinen Jahren am Theater habe ich nie eine Aufführung verpasst."

In den 1970er-Jahren wurde es indes still um Torn, was er auf Lästereien in Hollywood zurückführte, wonach die Zusammenarbeit mit ihm schwierig sei. Zementiert wurde der Ruf durch Spannungen am Set des Roadmovies "Easy Rider" von 1969, die dazu führten, dass er durch einen gewissen Jack Nicholson ersetzt wurde. Torn ging damit eine Rolle in einem der bedeutendsten Kultfilme dieser Ära durch die Lappen.

Im Rückblick widersprach Torn dem Eindruck, dass er damals in Hollywood auf eine "schwarze Liste" gesetzt worden sei. Doch habe sich herumgesprochen, dass er kompliziert und unzuverlässig sei, sagte er im Jahr 1984. "Unzuverlässig! In all meinen Jahren am Theater habe ich nie eine Aufführung verpasst", führte er das Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP damals aus.

Will Smith trauert um Kollegen

Im Herbst seiner Karriere feierte Torn einen großen Erfolg mit einer Comedy-Rolle: Für seine Darstellung eines selbstbewussten, aber moralisch fragwürdigen TV-Produzenten in der Sitcom "The Larry Sanders Show" gewann er in den 1990er-Jahren einen Emmy.

"Men in Black"-Kollege Will Smith veröffentlichte nach Bekanntwerden von Torns Tod ein Bild von den beiden auf der Foto-Plattform Instagram mit dem Kommentar "R.I.P. Rip" (Ruhe in Frieden Rip). Schauspieler und Regisseur Albert Brooks bekundete via Twitter seine Trauer: "Ich werde Dich vermissen Rip, Du warst ein echtes Original."

"Men in Black"-Schauspieler Rip Torn gestorben
Antje Passenheim, ARD New York
10.07.2019 21:30 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Juli 2019 um 12:00 Uhr.

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