Ein Mann hält in Teheran einen brennenden Dollarschein hoch. | Bildquelle: AFP

Demonstrationen im Iran Zehntausende protestieren gegen USA

Stand: 04.11.2018 11:32 Uhr

Am Jahrestag der Übernahme der US-Botschaft 1979 in Teheran sind landesweit Zehntausende Iraner auf die Straße gegangen. Sie riefen "Tod den USA". Die Proteste richteten sich auch gegen die US-Sanktionen.

Zehntausende von Iranern haben landesweit bei staatlich organisierten Kundgebungen gegen die USA demonstriert. Die Proteste waren ursprünglich zum Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft in Teheran 1979 durch radikale iranische Studenten gedacht, standen aber auch unter dem Eindruck der ab morgen angekündigten schweren Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran.

Großdemonstrationen gegen die USA
tagesschau 17:15 Uhr, 04.11.2018

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Gegen das "teuflische Dreieck"

In Teheran kamen die Demonstranten vor dem Gebäude der früheren US-Botschaft zusammen. Die Teilnehmer riefen Slogans gegen die drei iranischen Erzfeinde USA, Israel und Saudi-Arabien, die im Land auch als "teuflisches Dreieck" bezeichnet werden. Neben Rufen wie "Nieder mit den USA" und "Tod für Israel" zündeten Demonstranten auch Flaggen der Länder an.

Männer halten angezündete Flaggen der USA und Israels hoch. | Bildquelle: AFP
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Seit 39 Jahren wird am 4.11. im Iran gegen die USA demonstriert.

Feindbild Donald Trump

Iranische Studenten stürmten 1979 kurz nach der Islamischen Revolution die US-Botschaft in Teheran und nahmen 52 Amerikaner als Geiseln. Diese wurden erst nach 444 Tagen befreit. Die USA brachen daraufhin ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran ab.

Die iranische Regierung feiert den Jahrestag jedes Jahr als einen entscheidenden Schlag gegen die USA, die die autokratische Herrschaft von Schah Resa Pahlevi unterstützt hatten. Das Botschaftsgelände ist heute ein Kulturzentrum.

"Drohe niemals dem Iran"

Die Demonstrationen dieses Jahr wurden überschattet von den morgen in Kraft tretenden schweren Wirtschaftssanktionen der USA. "Unsere Botschaft an diesen komischen US-Präsidenten: Herr Trump, drohe niemals dem Iran", sagte Mohamed-Ali Dschafari, Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden.

Die USA wollen den Iran von Montag an mit den schwersten Wirtschaftssanktionen in der Geschichte treffen, nachdem sich Washington im Mai aus dem internationalen Atomabkommen von 2015 zurückgezogen hatte. Von den neuen Sanktionen sollen vor allem die Ölindustrie, aber auch der Finanzsektor und die Transportbranche mit den wichtigen Häfen getroffen werden.

Anti-USA-Demos im Iran vor Sanktionen
Karin Senz, ARD Istanbul
05.11.2018 06:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. November 2018 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

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