Menschen fliehen vor dem Taifun ''Kammuri''. | Bildquelle: JONNEL MARIBOJOC/EPA-EFE/REX

Taifun auf den Philippinen Zehntausende fliehen vor "Kammuri"

Stand: 02.12.2019 09:38 Uhr

Die Philippinen bereiten sich auf die Ankunft des Taifuns "Kammuri" vor. Zehntausende Menschen im Osten des Landes brachten sich bereits in Notunterkünften in Sicherheit. Auch ein Sportgroßereignis ist betroffen.

Vor der Ankunft des Taifuns "Kammuri" haben auf den Philippinen Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen. Der Wirbelsturm nähere sich mit bis zu 185 Kilometern pro Stunde der philippinischen Küste und werde voraussichtlich heute oder morgen auf Land treffen, teilten Meteorologen mit.

Starke Niederschläge und Erdrutsche

Die Behörden gaben Evakuierungswarnungen für die östliche Region Bicol aus. Dort brachten sich nach Behördenangaben fast 70.000 Menschen bereits in Sicherheit. Sie mussten in Notunterkünfte und Evakuierungszentren umziehen. Auch für die Hauptinsel mit der Hauptstadt Manila wurde eine Warnung ausgegeben. Hier sind unter anderem starke Regenfälle zu erwarten.

"Wir hoffen, dass es keine Schäden gibt, aber wegen der Stärke des Sturms können wir es nicht ausschließen", sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Die Wetterbehörde warnte vor starken Niederschlägen und Erdrutschen. Demnach könnte es durch die starken Winde an der Küste bis zu drei Meter hohe Wellen geben. 

Häuser und Bäume im philippinischen Gamay sind dem Taifun ''Kammuri'' ausgesetzt. | Bildquelle: GLADYS CASTILLO VIDAL
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Die Behörden rechnen - neben Stürmen - mit starken Niederschlägen und Erdrutschen.

Auch Sportereignis betroffen

Der Wirbelsturm beeinträchtigt auch die Südostasiatischen Spiele, die derzeit im Großraum Manila stattfinden. Die Wettkämpfe im Windsurfen mussten wegen der Wetterbedingungen bereits abgesagt werden. Fast 9000 Sportler wollen an den bis 11. Dezember andauernden Wettkämpfen teilnehmen.

Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Erst Anfang November riss Taifun "Nakri" vier Menschen in den Tod, unter ihnen auch zwei Kinder. Einer der stärksten Taifune, "Haiyan", traf den Inselstaat 2013: Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, rund vier Millionen verloren ihre Bleibe.

Über dieses Thema berichtete am 02. Dezember 2019 Deutschlandfunk um 10:00 Uhr in den Nachrichten und tagesschau24 um 14:00 Uhr.

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